28.07.2019 - 21:03 Uhr

SSV Jahn Regensburg lässt sich nichts gefallen

Neue Saison, alter Schwung und Elan beim SSV Jahn: Die Regensburger lassen sich am Sonntag gegen den VfL Bochum auch nicht von einem neuen Zeitgenossen im Fußball aus der Ruhe bringen.

Regensburger Jubel: Sebastian Stolze (Zweiter von rechts) traf zum zwischenzeitlichen 2:0 für den SSV Jahn kurz nach der Pause. Bild: agentur_dpa
Regensburger Jubel: Sebastian Stolze (Zweiter von rechts) traf zum zwischenzeitlichen 2:0 für den SSV Jahn kurz nach der Pause.

Es hat sich in der Sommerpause viel getan beim SSV Jahn Regensburg, eines ist aber gleich geblieben: der Wille und die Leidenschaft. "Die wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen", kam das größte Lob nach dem 3:1-Sieg im ersten Zweitligaspiel vom Gegner. Bochums Kapitän Anthony Losilla war vom Auftreten der Oberpfälzer Buam sichtlich beeindruckt. Benedikt Saller hatte die Gastgeber vor 10 238 Zuschauern kurz vor der Pause (42.) in Führung gebracht. Sebastian Stolze legte in der 50. Minute nach, ehe die Bochumer eine Viertelstunde vor Schluss nach einem umstrittenen Handelfmeter durch Danny Blum auf 1:2 verkürzten. Der eingewechselte Bochumer Tom Baack machte mit seinem 3:1 in der fünften Minute der Nachspielzeit alles klar. Einer, der für den Einsatzwillen und den "Immer-alles-geben"-Fußball der Regensburger steht, ist Andi Geipl. "Ich lasse mir das nicht gefallen. Ich hau dann auch mal dazwischen", sagte der Defensivabräumer der Regensburger. Geipl bearbeitete die Bochumer unentwegt, wenn sie ins Spielen kommen wollten.

Die Folge davon beschrieb auch Bochums Trainer Robin Dutt: "Die Regensburger sind so gut ins Pressing gekommen." Auch für den renommierten Trainer stand am Ende fest: "Wir haben verdient verloren." Dutt haderte auch mit den Nachlässigkeiten der Seinen, als etwa Thomas Eisfeld kurz nach der Pause an der Außenlinie ein Duell gegen Olli Hein verlor. "Ich habe darauf spekuliert, dass Eisfeld ins Dribbling geht", sagte der Regensburger Außenverteidiger. Energisch nahm er dem VfL Mann den Ball ab und legte für Stolze zum 2:0 auf. Die Regensburger, bei denen beileibe noch nicht alles klappte, ließen sich auch von der Technik nicht aus der Fassung bringen. Zwei Mal gab es in Regensburg bei der Zweitliga-Premiere den Videobeweis. Einmal wurde ein Foulelfmeter wegen vorheriger Abseitsstellung von Neuzugang Jan-Marc Schneider zurückgenommen. Dann gab Schiedsrichter Robert Schröder nach einer Flanke einen Handelfmeter für die Gäste. Geipl soll den Ball regelwidrig abgewehrt haben. "Ich weiß wirklich nicht mehr, wann Hand ist", schimpfte der "Sünder". Olli Hein sah das Ganze etwas nüchterner: "Klar, der Videobeweis ist nichts für Fußball-Romantiker, aber im Sinne der Fairness ist das schon in Ordnung." Hilfe von außen brauchten die Regensburger an diesem Sonntag ohnehin nicht.

 
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