05.07.2019 - 12:40 Uhr
StullnSport

Bezirksliga-Hammer: Wolfgang Hesl spielt für den TSV Stulln

Vor einigen Wochen stand er noch im Kaiserslauterner WM-Stadion im Tor: Jetzt heißt es Stullner Vogelherd statt Betzenberg. Doch das macht für Wolfgang Hesl keinen Unterschied.

Wolfgang Hesl gibt künftig seinen Mitspielern vom TSV Stulln die Kommandos.
von Josef Maier Kontakt Profil

Torwartsorgen hat Christian Zechmann ganz sicher keine mehr: "Also zur Not könnten wir ihn auch ins Tor stellen." Der Trainer des Nord-Bezirksligisten TSV Stulln muss bei diesem Satz schmunzeln, wenn er an seinen neuesten Neuzugang denkt, der am Donnerstag erstmals im Training war. Ja, Wolfgang Hesl könnte er auf jeden Fall ins Tor stellen. Der Schwarzenfelder, dessen Vertrag beim Drittligisten 1. FC Kaiserslautern vergangene Woche aufgelöst wurde, hat 19 Bundesligaspiele absolviert, in der zweiten Liga waren es mehr als 130 Partien. Mit dem SV Ried wurde er in Österreich Pokalsieger. Ausgebildet wurde das damalige Torwart-Talent, das vom FC Amberg kam, beim Hamburger SV, Hesl spielte auch bei Greuther Fürth, Arminia Bielefeld oder Dynamo Dresden.

Aber Hesl will gar nicht mehr ins Tor, will im Feld spielen: "Wolfgang hat einen starken linken Fuß", erklärt Zechmann. So im linken Mittelfeld könnte sich ihn der Trainer vorstellen. Er und Hesl kennen sich schon seit Ewigkeiten. "In der Jugend haben wir zusammen gespielt." Der Kontakt ist nie abgerissen, auch die Frauen der beiden sind miteinander befreundet. Hesl war ja auch immer wieder zu Hause in Schwarzenfeld gewesen, hat dort ein Haus gebaut. Am Donnerstag trainierte der 33-Jährige erstmals mit der Mannschaft. "Wolfgang spielt einen guten Ball", war der TSV-Trainer beeindruckt. Am Freitag unterschrieb der Neuzugang seinen Passantrag für den Bayerischen Fußballverband.

Hesl sagte vor einigen Tagen zu Oberpfalz-Medien, dass er froh sei, endlich wieder in der Heimat zu sein. "Ich bin lange genug gereist." Jetzt habe die Familie Priorität. "Auf Stulln habe ich richtig Bock", sagt er weiter. Er wisse, dort herrsche eine super Kameradschaft. Und einen Bezug zum Bezirksligaaufsteiger gebe es auch: "Ich weiß, das ist schon lange her, aber mein Vater war dort Spieler und Trainer." Jetzt kickt der jüngere Wolfgang für die Stullner. Ob er nochmal die große Fußballbühne betritt, wenn doch noch ein Angebot kommt, kann er nicht sagen: "Aber ich glaube, das war es mit der großen Fußballkarriere."

Hesl wird also künftig auf den Plätzen in Hahnbach, Kastl, Schirmitz oder Kulmain die große Attraktion sein. Die Gegenspieler werden richtig heiß sein. Ein Gag ist die ganze Sache mit dem Ex-Profi nicht. Dazu kennt Zechmann Hesls Einstellung viel zu gut: "Wolfgang hat richtig Bock auf die Sache." Einplanen kann er ihn auf alle Fälle als Feldspieler. Denn Hesl, der Fachmann, hat beim ersten Training gleich erkannt: "Die Stullner haben zwei sehr gute Torleute."

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Stulln

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