20.01.2021 - 16:46 Uhr
Sulzbach-RosenbergSport

Kein Wort zum Sport: Hermine Ohlmann

Die Torhüterin des Handball-Landesligisten HC Sulzbach verrät, was sie mit Ex-Nationalspielerin Clara Woltering verbindet und wie ihr perfekter Urlaub aussieht.

Sulzbachs Torhüterin Hermine Ohlmann (links) bei einer Parade.
von Christian Frühwirth Kontakt Profil

Ihr Talent wurde relativ spät entdeckt. Mit 14 Jahren stand Hermine Ohlmann das erste Mal in einem Handball-Tor. "Und seitdem bin ich da nicht mehr raus", sagt die 26-Jährige, die auf einem Bauernhof in Sendelbach ("Ein Kaff in Unterfranken mit 25 Häusern") aufgewachsen ist. "Ich hatte wohl eine ganz gute Reaktion und schnelle Reflexe, deswegen durfte ich ein paar Monate später schon mit den Frauen trainieren und mit 16 auch für das Frauenteam spielen", erinnert sich Ohlmann. Mit 17 ging es zum 1. FC Nürnberg, später zur TS Herzogenaurach und zum TV Erlangen-Bruck, ehe 2017 der Wechsel zum HC Sulzbach folgte.

Zwei Kreuzbandrisse binnen sechs Monaten zwangen die Physiotherapeutin, die beim HCS auch Jugendleiterin und Damenkoordinatorin ist, zu einer eineinhalbjährigen Spielpause. Kaum wieder auf den Beinen, funkte nun das Coronavirus dazwischen.

ONETZ: Wo möchten Sie gerne leben?

Hermine Ohlmann: Ich lebe seit dreieinhalb Jahren in Sulzbach – und da bin ich sehr gerne. Es ist eine Stadt, und trotzdem kennt man sich. Obwohl ich nur eine Landesliga-Torhüterin bin, werde ich beim Einkaufen erkannt und angesprochen. Das kenne ich aus Erlangen oder Nürnberg überhaupt nicht. Ich schätze es aber auch sehr, dass ich viele Freunde überall verteilt habe, zum Beispiel auf Malta und in Bulgarien. Die besuche ich oft und gerne.

ONETZ: Über was können Sie so richtig lachen?

Hermine Ohlmann: Ich stehe auf Stand-up-Comedy. Wer mir am allerbesten gefällt, ist Tahnee. Sie hat ein super Bühnenprogramm.

ONETZ: Was war Ihr erstes Auto?

Hermine Ohlmann: Am Anfang bin ich mit dem uralten VW-Bus meiner Mama herumgefahren. Eine Katastrophe, ich Knirps in so einem Riesenauto (lacht). Mein erstes eigenes Auto war ein Skoda Fabia in blau, der ist mittlerweile 15 Jahre alt und hat an die 300.000 Kilometer drauf. Den fährt jetzt mein kleiner Bruder.

ONETZ: Mit welchem Promi würden Sie gerne einen Kaffee trinken?

Hermine Ohlmann: Mit Clara Woltering, der Handball-Torhüterin. Sie lebt auf einem Bauernhof und hat die Landwirtschaft, Bundesliga und Nationalmannschaft unter einen Hut gebracht.

ONETZ: Bei welcher Nachspeise können Sie einfach nicht widerstehen?

Hermine Ohlmann: Bei Schokoladenmousse! Da könnte ich mich reinlegen. Am liebsten selbst gemacht und am liebsten mit dunkler Schokolade.

ONETZ: Welche App darf auf Ihrem Smartphone auf keinen Fall fehlen?

Hermine Ohlmann: Zurzeit auf jeden Fall Whatsapp, weil ich mich mit meinen Freundinnen viel über Video-Chat unterhalte. Und beim Handball läuft auch vieles über Whatsapp, ob es der Vorstand ist, der anruft, oder die Kollegen der Jugendleitung, weil man sich eben nicht mehr in der Halle trifft und dort mal quatschen kann. Und ganz wichtig: Unsere Spieler Plus App, sonst würde ich ständig irgendeinen Termin verpassen.

ONETZ: Hotel oder Campingplatz? Berge oder Meer? Wie sieht der perfekte Urlaub für Sie aus?

Hermine Ohlmann: Eher Hotel, oder bei Freunden wohnen. Das wichtigste ist Meer – und Sonne. Ohne Sonne wird's ein schwieriger Urlaub.

ONETZ: Welchen Traum würden Sie sich gerne erfüllen?

Hermine Ohlmann: Ich würde gerne für einen Bundesligaclub auflaufen. Und wenn's nur als Physio an der Seitenlinie ist. Ich würde gerne die Atmosphäre erleben und genießen.

ONETZ: Was haben Sie sich von Ihrer ersten Siegprämie oder Ihrem ersten Gehalt gegönnt?

Hermine Ohlmann: Prämien gibt es im Amateurhandball ja nicht. Bei Turnieren gab es vielleicht mal einen Ball oder Socken. Mit dem ersten Gehalt habe ich mir mein erstes eigenes Smartphone gekauft, das ich unbedingt haben wollte.

ONETZ: Welche Fernsehsendung ist für Sie Pflicht, bei welcher schalten Sie sofort weg

Hermine Ohlmann: Ich sehe tatsächlich nur wenig fern, aber wenn ich es mal schaffe, dann ist es ein Krimi oder ein romantischer Film. So etwas wie "Köln 50667" oder "Junge Lehrer" kann ich mir keine fünf Minuten anschauen.

ONETZ: Gibt es etwas in Ihrem Leben, das Sie bereuen?

Hermine Ohlmann: Ich würde früher zu einem größeren Handballverein wechseln, wo ich höher spielen und mich viel weiter entwickeln könnte. Das habe ich leider etwas verpasst. Aber gut, jetzt ist es so – und auch schön.

Das letzte Mal bei "Kein Wort zum Sport": Fußballer Sven Seitz.

Amberg

Alle Teile unserer Rubrik "Kein Wort zum Sport" finden Sie hier.

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.