25.08.2020 - 16:58 Uhr
TirschenreuthSport

Kein Wort zum Sport: Manfred Kinle

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Für den 70-Jährigen aus Tirschenreuth sind seit fast sechs Jahrzehnten die Fußballplätze sein zweites Zuhause. In unserer wöchentlichen Rubrik verrät Kinle, warum er gerne mal mit Franz Beckenbauer einen Kaffee trinken würde.

Manfred Kinle.
von Rudolf Gebert Kontakt Profil

Neben der Familie (verheiratet, eine Tochter) spielt im Leben von Manfred Kinle Fußball die Hauptrolle. Seit fast sechs Jahrzehnten ist der 70-Jährige ohne Unterbrechung aktiv, zunächst als Spieler, danach als Trainer. Der 1949 in Plößberg (Landkreis Tirschenreuth) geborene Kinle begann mit zwölf Jahren in der Jugend des SV Plößberg und spielte schon mit 16 Jahren in der ersten Mannschaft. Nach dem Umzug nach Tirschenreuth wechselte "Mane" zum ATSV, für den er 20 Jahre stürmte und schließlich für 750 Spiele in der ersten Mannschaft geehrt wurde. Nur einmal hatte es den Torjäger in die Fremde gezogen: In der Saison 1973/74 spielte er für die SpVgg Weiden in der Bayernliga (damals noch die dritthöchste Klasse). "Ich bin in Weiden gut zurechtgekommen", sagt Kinle. Doch nach einem Jahr ging der gelernte Weber, der 51 Jahre bei der Tuchfabrik Mehler in Tirschenreuth arbeitete, aus beruflichen Gründen zurück zum ATSV. Dort beendete er 1986 im Alter von 37 Jahren seine aktive Laufbahn und stieg sofort ins Trainergeschäft ein. Seine Stationen waren SC Mähring, SV Griesbach (Aufstieg in die Bezirksliga), SV Plößberg, ATSV Tirschenreuth, TSV Bärnau und FSV Tirschenreuth. Seit fünf Jahren trainiert er die A-Junioren der SG Tirschenreuth. Nebenbei spielt er ab und zu immer noch in der Alt-Herren-Mannschaft. "So lange es Spaß macht, werde ich weiter Fußball spielen und als Trainer tätig sein", sagt Kinle, der in seiner langen Laufbahn von schweren Verletzungen verschont geblieben ist.

ONETZ: Wo möchten Sie gerne leben?

Manfred Kinle: In Südtirol, denn ich mag die Berge. Aber auch in Tirschenreuth ist es sehr schön.

ONETZ: Was sind Ihre persönlichen Stärken?

Manfred Kinle: Das müssen eigentlich andere beurteilen. Ich denke aber, die Pünktlichkeit und die Perfektion. Das war schon bei meiner beruflichen Tätigkeit, über 51 Jahre bei der Tuchfabrik Mehler in Tirschenreuth, so.

ONETZ: Was war Ihr größter Fehler?

Manfred Kinle: Dass ich in der Schule nicht mehr gelernt habe, zum Beispiel Fremdsprachen.

ONETZ: Wer wollten Sie als Kind sein?

Manfred Kinle: Sepp Maier. Der Torwart des FC Bayern München und der deutschen Nationalmannschaft hat mich immer beeindruckt. Ich wollte ja eigentlich ins Tor, aber dafür war ich zu klein. Dann bin ich eben Stürmer geworden.

ONETZ: Was war Ihr schlimmster/bester Schulstreich?

Manfred Kinle: Da fällt mir eigentlich nichts ein. Außerdem hatten wir damals noch Respekt.

ONETZ: Mit welchem Promi würden Sie gerne mal einen Kaffee trinken?

Manfred Kinle: Mit Franz Beckenbauer. Der fehlt mir noch in meiner Sammlung. Der "Kaiser" fehlte nämlich 1974 beim Freundschaftsspiel zwischen dem ATSV Tirschenreuth und dem FC Bayern München. Alle anderen Bayern-Stars waren damals in Tirschenreuth dabei. Das war nicht nur sportlich, sondern auch von der Geselligkeit her ein Highlight.

ONETZ: Welchen Satz hassen Sie am meisten?

Manfred Kinle: Das passt scho! Das nervt mich unheimlich, wenn zum Beispiel ein Spieler fünf Meter am Tor vorbei schießt und dann lapidar äußert, "das passt scho".

ONETZ: Was haben Sie sich von Ihrem ersten Gehalt/Ihrer ersten Siegprämie gekauft?

Manfred Kinle: Ein Transistor-Radio. Das hat mir während meiner Bundeswehr-Zeit wertvolle Dienste erwiesen.

ONETZ: Bei welcher Nachspeise können Sie einfach nicht widerstehen?

Manfred Kinle: Bei Eis mit heißen Himbeeren.

ONETZ: Welche Fernsehsendung ist für Sie Pflicht, bei welcher schalten Sie sofort weg?

Manfred Kinle: Ich schaue Nachrichten- und Sportsendungen, vor allem das "Aktuelle Sportstudio". Sendungen mit Dieter Bohlen mag ich überhaupt nicht.

ONETZ: Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Manfred Kinle: Natürlich Fußball, außerdem Wandern und Radfahren.

ONETZ: Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich ...

Manfred Kinle: ... fast alles wieder so machen. Nur in der Schule würde ich fleißiger lernen und sportlich noch mehr trainieren, dann hätte ich vielleicht länger auf höherklassigem Niveau Fußball spielen können.

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