26.01.2021 - 09:25 Uhr
UrsensollenSport

Biathlet Johannes Donhauser verpasst die EM und denkt schon an Osrblie

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Im November war er gut in Form, war mit dem Weltcup-Team um Peiffer und Lesser im Trainingslager. Die Form konnte er nicht halten, dennoch gab es für Johannes Donhauser beim IBU-Cup am Arber ein versöhnliches Ende.

Johannes Donhauser im Trainingslager im finnischen Muonio. Zuletzt war der Oberpfälzer beim IBU-Cup im Bayerischen Wald am Start.
von Josef Maier Kontakt Profil

Diese Zahlenkombination macht Johannes Donhauser nicht recht glücklich: 38,48, 19, 43 und die 4. Das sind für den Oberpfälzer Biathleten keine Erfolgszahlen, sondern die Platzierungen beim IBU-Cup am Arber. Am Wochenende ging dort der zweite Teil der Biathlon-Serie im Hohenzollern-Skistadion zu Ende. "Ich bin mit den Ergebnissen nicht zufrieden", bilanziert der 26-Jährige. "Ich hätte mich ja auch noch für die Europameisterschaft in Polen qualifizieren können." Diese startet am Mittwoch in Duszniki Zdroj nahe der tschechischen Grenze. Philipp Nawrath, der im Bayerischen Wald einige hervorragende Ergebnisse ablieferte, und Dominic Schmuck waren vorher schon gesetzt. Mit ihren Ergebnissen am Arber holten sich auch Justus Strelow und Danilo Riethmüller das EM-Ticket. Donhauser hatte knapp das Nachsehen. "Natürlich wäre es schön gewesen, die EM zu laufen", sagte der Oberpfälzer, der in Ruhpolding trainiert.

Die vier qualifizierten Athleten brachen direkt vom Arber Richtung Polen auf, Donhauser fuhr nach Ursensollen (Kreis Amberg-Sulzbach), wohin seine Eltern vor drei Jahren von Raigering gezogen waren. Dort versuchte er erst einmal ein bisschen den Kopf freizukriegen. "Am Sonntag war ich in Ursensollen Langlaufen, auf der alten Bahnstrecke", erzählte er am Montag. Dort spurt die heimische DJK, wenn genügend Schnee liegt. Donhauser genoss es und blickte dann doch nochmal auf den Arber zurück: "In der zweiten Woche habe ich mich besser gefühlt. Aber ich hatte dann auch Pech." Nachdem bei den ersten Rennen das Stehendschießen das Problem war, hatte er das bei den Wettbewerben in der zweiten Woche in Griff. "Aber beim Sprint hatte ich im Liegendschießen völlig verrückten Wind am Schießstand", blickt er zurück. Da machte auch Trainer Remo Krug seinem Schützling bei diesen widrigen Verhältnissen keinen Vorwurf. Zum Abschluss startete Donhauser am Samstag noch in der deutschen Mixed-Staffel. Die verpasste am Ende knapp das Podest, "JD" hatte aber ein gutes Rennen gezeigt und als Zweiter gewechselt.

Die Vorschau auf die internationalen Rennen am Arber

Bayern

Eigentlich wäre Donhauser am Wochenende beim Alpencup erneut am Arber gestartet. Der wurde wegen Corona abgesagt. Deswegen geht es für den Athleten, der derzeit die Polizeiausbildung absolviert, nach dem Trip nach Ursensollen am Mittwoch wieder zurück nach Ruhpolding. Von Verbandsseite hat Donhauser noch nicht gehört, wie es in diesem Winter weitergeht. Ab 10. Februar, wenn in Pokljuka die Weltmeisterschaften starten, ist im slowakischen Osrblie der nächste IBU-Cup für die zweite Biathlon-Garde angesetzt. Der Oberpfälzer dürfte mit großer Wahrscheinlichkeit dabei sein. Den Arber hofft er nächsten Winter wieder zu sehen. Dann sind die Europameisterschaften im Bayerischen Wald. Und dort sollte, wenn er sich qualifiziert, dann eine bessere Zahlenkombination her.

"In der zweiten Woche habe ich mich besser gefühlt. Aber ich hatte dann auch Pech."

Johannes Donhauser zum Abschneiden beim IBU-Cup im Bayerischen Wald

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