25.11.2021 - 15:26 Uhr
VilseckSport

Elf Fragen an ...: Elf Fragen an Johannes Mayerhofer (SG Sorghof/Vilseck)

Er hält einen deutschen Fußball-Nationalspieler für einen "Fußball-Legastheniker" – "so wie ich einer bin" und erzählt, welche Hämmer im Auto beim Auswärtsspiel erzählt werden. Ein Allroundspieler stellt sich den elf Fragen.

Johannes Mayerhofer.
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

Eigentlich ist er Stürmer, aber er hat schon Verteidiger gespielt und auch mal Sechser. Ein Allroundtalent. Im Tor stand er auch schon, beim Futsal in der Halle: "Das war zum Glück ein kleines Tor". Jetzt ist Johannes Mayerhofer 31 Jahre alt, im Alter von sechs Jahren begann er mit Fußball. "Schon immer beim FV Vilseck", sagt der Bankbetriebswirt, der dort alle Jugendmannschaften durchlaufen hat. Im Herrenbereich wechselt er immer wieder zwischen ersten Mannschaft in der Kreisliga und zweiter in der Kreisklasse.

ONETZ: 1. Fußball ist für mich ...

Johannes Mayerhofer: ... meine absolute Lieblingssportart, Leidenschaft, ein perfekter Ausgleich zum normalen Arbeitsalltag. Aber auch Zusammenhalt und Kameradschaft in unseren Mannschaften.

ONETZ: 2. Ein Erlebnis in Ihrer Karriere, das Ihnen heute noch stinkt ….

Johannes Mayerhofer: Das einschneidende Erlebnis war leider sehr früh. Im November 2010, im letzten Spiel vor der Winterpause gegen Detag Weiden, bin ich in einen Zweikampf und habe den Kürzeren gezogen. Ich habe mir mein ganzes Sprunggelenk kaputt gemacht. Das zieht sich bis heute durch. Mittlerweile bin ich schon zweimal operiert worden. Zweimal habe ich schon mit Fußball aufgehört. Zwischendurch habe ich wegen einer Wette mit einem Kumpel einen Triathlon gemacht, 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 km auf dem Rad und 10 Kilometer Laufen. Mein Ziele habe ich erreicht: Ich habe ihn geschafft und bin nicht Letzter geworden.

ONETZ: 3. Welches Ritual pflegen Sie kurz vor einem Spiel?

Johannes Mayerhofer: Ich gehe immer als Letzter aus der Kabine, weil ich noch kurz mal schnell auf's Klo gehe.

ONETZ: 4. Ihre Rückennummer ist die 14. Warum?

Johannes Mayerhofer: 14 wegen Thierry Henry. Mein absoluter Lieblingsspieler. Der Thierry Henry hat quasi seit er bei Arsenal London gespielt hat, immer die 14 gehabt, also auch in Barcelona und danach in New York. Bei einem kurzen Comeback bei Arsenal hatte er für einige Spiele die 12.

ONETZ: 5. Was ist das Gesprächsthema im Auto bei einem Auswärtsspiel?

Johannes Mayerhofer: Was am Wochenende so passiert ist. Da ist immer der eine oder andere Hammer dabei. Ein Mitspieler aus der ersten Mannschaft zum Beispiel hat zweimal im Zug verpennt. Er ist nicht in Vilseck ausgestiegen, sondern nach Weiden weitergefahren. Dann ist er wieder nicht ausgestiegen, sondern bis Nürnberg gefahren (lacht).

ONETZ: 6. An welches Spiel erinnern Sie sich heute noch gerne?

Johannes Mayerhofer: Da gibt es viele. Ich durfte in der Saison 2014/15 auch in der Landesliga spielen, das war sehr interessant. Besonders erinnere ich mich an ein Spiel in der A-Klasse gegen den SV Etzenricht II. Das war im Mai 2018. Wir haben mit der zweiten Mannschaft den Aufstieg in die Kreisklasse geschafft. Da hatte ich die Ehre, als Kapitän in dieser Saison die Mannschaft aufs Feld zu führen, das war schon etwas Besonderes. Wir haben einen Spieltag vor Ende mit 1:0 gewonnen und waren Meister.

ONETZ: 7. Haben Sie einen Spitznamen? Warum gerade diesen?

Johannes Mayerhofer: Manche in der Mannschaft nennen mich "Agip", so wie die Tankstellen. Ich kann mir aber beim besten Willen nicht erklären, warum (lacht). Mein richtiger Spitzname ist "Joe".

ONETZ: 8. Welchen Zuruf von Zuschauern können Sie überhaupt nicht leiden?

Johannes Mayerhofer: Als Spieler überhört man vieles bewusst. Ein bisschen ein Geschrei gehört dazu. Was gar nicht geht, sind persönliche Beleidigungen oder rassistische Bemerkungen.

ONETZ: 9. Welche drei Dinge würden Sie auf die einsame Insel mitnehmen?

Johannes Mayerhofer: Die Bierwirtschaft unseres jahrzehntelangen Betreuers Heiner Fenk mit meiner Geburtstagsgesellschaft, dann einen Dönerstand und ein U-Boot.

ONETZ: 10. Was ist das Wichtigste vor einem Spiel?

Johannes Mayerhofer: Dass wir elf Leute sind. Wir haben in Vilseck ja heuer drei Mannschaften. Da kommt es schon vor, dass auch die Alten Herren aushelfen. Je näher die Winterpause kommt, desto mehr Verletzungen gibt es. Und eine gute Ansprache vor dem Spiel.

ONETZ: 11. Mit welchem bekannten Fußballer würden sie gerne einmal in der Mannschaft spielen?

Johannes Mayerhofer: Mit Thomas Müller. Ich bin zwar Fan des 1. FC Nürnberg, aber Thomas Müller ist auch so ein Fußball-Legastheniker wie ich (lacht). Bei ihm sieht es nicht immer so aus wie bei Lionel Messi. Und er ist ein authentischer Spieler und ein cooler Typ.

Hier geht's zur Folge mit Laura Eller vom SV Neusorg

Neusorg

 

 

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