18.11.2021 - 15:05 Uhr
NeusorgSport

Elf Fragen an: Laura Eller (SV Neusorg)

Der Sechser. Das ist die Lieblingsposition von Laura Eller vom SV Neusorg. In unserer Serie fordert die Polizistin mehr Respekt für Schiedsrichter und verrät, welches Ritual vor dem Spiel auf keinen Fall fehlen darf.

Laura Eller vom SV Neusorg.
von Katrin Pasieka-Zapf Kontakt Profil

Laura Eller stammt aus Speichersdorf (Landkreis Bayreuth) und ist seit dem Kindergarten nicht mehr vom Fußball zu trennen. Für den 1. FC Nürnberg spielte sie in der B-Juniorinnen-Bundesliga Süd. 2016 wechselte die 21-Jährige Polizeikommissarin zum SV Neusorg. So oft es der Dienstplan zulässt, pendelt sie aus München in ihre Heimat. Mit dem SV gelang 2017 der Aufstieg von der Bezirksoberliga in die Landesliga. Drei Tore gehen in der laufenden Saison auf ihr Konto.

ONETZ: 1. Fußball ist für mich...

Laura Eller: ... der Mittelpunkt in meinem Leben. Ein großer Teil meines Freundeskreises hängt eng mit dem Fußball zusammen. Der Fußball ist einfach immer dabei, egal wo.

ONETZ: 2. Warum sind Sie beim Fußball und nicht beim Schach gelandet?

Laura Eller: Wahrscheinlich weil ich ein Teamplayer bin und sehr auf meine Mannschaft schaue. Und weil ich damals nicht Nein sagen konnte, als die Jungs aus dem Kindergarten gefragt haben, ob ich mit zum Fußball kommen möchte (lacht).

ONETZ: 3. Welches Ritual pflegen Sie kurz vor dem Spiel?

Laura Eller: Persönlich habe ich kein Ritual, aber in der Mannschaft haben wir eines. Bei der Ansprache vor dem Spiel muss unsere Kapitänin immer sagen: „Wichtig: Verletzt euch nicht“. Sollte sie es vergessen, wird sie sogar daran erinnert.

ONETZ: 4. Ein Erlebnis in Ihrer Karriere, das Sie heute noch nervt?st das Gesprächsthema im Auto bei einem Auswärtsspiel?

Laura Eller: Ein einziges Erlebnis habe ich nicht. Mich ärgert es, wenn wir eine super Saison spielen und dann den Aufstieg nicht schaffen. Das war in der Saison vor Corona so, da haben wir uns nicht belohnt.

ONETZ: 5. Welche Fußballregel würden Sie abschaffen?

Laura Eller: Ich finde den Videobeweis sehr fragwürdig, da immer noch sehr viele Fehlentscheidungen getroffen werden. Das ist für den Fußball sehr schade. Eine neue Regel würde ich nicht einführen. Wichtig ist für mich, dass den Schiedsrichtern auf dem Platz mehr Respekt gezeigt wird – vor allem im Amateurfußball. Schiedsrichter werden häufig angegangen, dabei ist es doch in unseren Ligen nur ein Hobby.

ONETZ: 6. An welches Spiel erinnern Sie sich heute noch gerne?

Laura Eller: Da gibt es einige (lacht). Erst letztens, als wir gegen den Tabellenführer gewonnen haben. Das hat mich riesig gefreut. Wir sind nicht der Top-Favorit. Bei solchen Spielen wird deutlich, was man mit einem guten Teamgeist alles erreichen kann.

ONETZ: 7. Zu welchem Gegner fahren Sie am liebsten?

Laura Eller: Ich fahre gerne zu Mannschaften, die über uns in der Tabelle stehen. So bietet sich immer die Chance, sich als kleinerer Verein zu beweisen.

ONETZ: 8. Was ist der dümmste Kommentar, den Sie abseits des Spielfeldes zum Thema Frauenfußball gehört haben?

Laura Eller: So etwas wie „Frauen haben auf dem Platz nichts verloren“, habe ich schon lange nicht mehr gehört. Ich finde, dass sich der Frauenfußball sehr weiterentwickelt hat und sich immer mehr dafür interessieren. Das beste Beispiel dafür sind die Männer aus unserem Verein. Sie unterstützen uns zu Hause und bei Auswärtsspielen. Zum Spiel gegen Nürnberg sind wir mit einem großen Reisebus gefahren. Leider haben wir verloren, aber unsere Fans haben uns so bejubelt, als hätten wir gewonnen. Die Stimmung war toll. Diese Unterstützung zu spüren ist großartig.

ONETZ: 9. Welche Musik läuft bei euch in der Kabine?

Laura Eller: Vor dem Spiel die Hits von heute und Motivationslieder. Nach dem Spiel 90er oder Schlager.

ONETZ: 10. Was darf in der Fußballtasche nicht fehlen?

Laura Eller: Ganz klassisch: Fußballschuhe und Schienbeinschoner.

ONETZ: 11. Sara Däbritz oder Alexandra Popp? Wer ist ihr Vorbild?

Laura Eller: Ich finde mehrere Spielerinnen und Spieler gut. Bei den Frauen sind es Melanie Leupolz oder Dzsenifer Marozsán. Sie machen auf mich einen sympathischen Eindruck und kämpfen immer für ihre Mannschaft. Ich selber lege auch lieber vor dem Tor nochmal quer, als selbst zu schießen. Bei den Männern ist es bis heute Basti Schweinsteiger. Mit ihm habe ich sogar ein Foto. Auch er hat immer für seine Mannschaft gekämpft und bei der WM in Brasilien spielerisch überzeugt.

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