17.01.2020 - 21:45 Uhr
VilseckSport

Fortunas Oliver Fink: Der Mann, der das Team zusammenhält

Oliver Fink, der Fußballprofi aus Vilseck, hat in diesen Tagen ganz wichtige Aufgaben. Sowohl im Privaten als auch als Kapitän von Fortuna Düsseldorf. Beides löst er souverän.

So will Oliver Fink (rechts) wieder in der Rückrunde jubeln. Der Kapitän von Fortuna Düsseldorf will auch seine persönliche Einsatzbilanz im Gegensatz zur Vorrunde verbessern. Links wartet Kaan Ayhan auf Finks Landung. Bild: Marius Becke
von Josef Maier Kontakt Profil

Schön war's, zünftig war's. "Da darf man sich schon mal was für die Seele gönnen", sagt Oliver Fink und lacht. Zugleich verrät er. "Ein, zwei Bier kann man da schon trinken." Um dann noch rauszurücken: "Oder auch mal drei." Dann ist aber Schluss. "Ich bin da schon diszipliniert."

Gleich nach Weihnachten war der Kapitän des Bundesligisten Fortuna Düsseldorf bei der Hochzeit seines Bruders Tobi in Vilseck. Am Tag vor der Trauung gab's im Schlichter Sportheim einen Polterabend: "Tobi und ich haben fast den gleichen Freundeskreis, das war sehr lustig", erzählt der 37-Jährige über den Heimaturlaub mit seiner Frau in der Oberpfalz.

Oliver Fink hatte tags darauf eine wichtige Aufgabe, er war Trauzeuge bei der Hochzeit seines Bruders in Vilseck. Jetzt hat er als Kapitän eines Bundesliga-Teams einen wichtigen Job. "Als Kapitän ist nicht nur das Sportliche wichtig", sagt er. Und so appellierte Fink zuletzt im "Kicker" an den Zusammenhalt im Team. Gegenüber den Oberpfalz-Medien präzisierte er: "Unser Teamgeist ist schon gut. Aber wir brauchen einen außergewöhnlichen Teamgeist, wenn wir die Klasse halten wollen." Die Fortuna liegt vor dem Start der Rückrunde am Samstag mit 15 Punkten auf Platz 16.

Fink redet die Situation nicht schön, sagt aber auch: "Wir haben nur drei Punkte weniger als zur gleichen Zeit des Vorjahres." Damals hatten die Düsseldorfer neun Punkte aus den drei Spielen vor der Winterpause geholt und so für einen riesigen Motivationsschub gesorgt. Der blieb dieses Mal aus. Fink: "Das ist mir aber alles zu viel Schwarz-Weiß-Denken. Letztes Jahr war nicht alles gut, dieses Mal ist nicht alles schlecht. Es sind drei Punkte."

Dem Rückrunden-Auftakt am Samstag gegen den Siebzehnten Bremen misst Fink enorme Bedeutung bei. Er ist bereit. "Ich fühle mich sehr gut." Heimaturlaub in Schlicht, danach ein paar Tage mit Frau und Freunden auf Mallorca, ein gutes Trainingslager in Marbella - die letzten Tage und Wochen haben gepasst. Der Mittelfeldspieler hat auch persönlich hohe Ziele. "Ich will auf jeden Fall mehr spielen als in der Vorrunde." Insgesamt sechs Startelf-Einsätze hatte Fink auch wegen kleinerer muskulärer Probleme nur. Natürlich hat er diesen Ehrgeiz zu spielen, aber auch hier sagt er, seinem Charakter entsprechend: "Wichtig ist nur, dass wir die Liga halten, egal, wer spielt."

Seit 2009 spielt Fink für die Düsseldorfer, seine angenehme Art schätzen sie hier. Vertragsgespräche über eine Verlängerung des Kontrakts über den Sommer hinaus gab es noch nicht, berichtet der nach Claudio Pizarro zweitälteste Spieler der ersten Liga. Lust auf ein weiteres Jahr hätte er allemal. "Ich werde demnächst das Thema ansprechen, auch wegen meiner Planung." Die Zurückhaltung der Vereinsseite versteht er: Wohin führt der Weg? Liga eins? Liga zwei? "Natürlich ist die Fortuna meine erste Option", sagt Fink. Weiter lebt der Traum, vielleicht einmal für ein Jahr in die USA zum Fußballspielen zu wechseln.

Aber jetzt zählt nur der Abstiegskampf mit der Fortuna. Und wenn der erfolgreich gewesen ist, dann gibt's sicher ein, zwei Bierchen. Oder auch drei.

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