22.04.2019 - 14:02 Uhr

Wacker gekämpft, aber dennoch verloren

Der SV Etzenricht verliert beim Tabellenführer SV Donaustauf und kassiert die beiden Gegentreffer erst spät in der zweiten Halbzeit. Der Konkurrent TSV Kareth punktet dagegen.

Andreas Koppmann hätte in Donaustauf beinahe den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt. Aber der Schiedsrichter verweigerte dem Treffer wegen vermeintlichen Foulspiels die Anerkennung. Bild: A. Schwarzmeier
Andreas Koppmann hätte in Donaustauf beinahe den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt. Aber der Schiedsrichter verweigerte dem Treffer wegen vermeintlichen Foulspiels die Anerkennung.

Wacker gekämpft, über 70 Minuten dem Tabellenführer Paroli geboten, aber am Ende stand der SV Etzenricht wieder mit leeren Händen da. Der Brasilianer Teodozo De Lima sicherte mit zwei Toren dem SV Donaustauf den 2:0 (0:0)-Sieg und damit drei wichtige Punkte im Kampf um die Meisterschaft in der Landesliga Mitte. „Die individuelle Klasse der Hausherren war schließlich der feine Unterschied", lautete das Fazit von SV-Spielleiter Manfred Herrmann.

Stark ersatzgeschwächt, in der Schlussphase kamen sogar zwei Akteure aus der Reserve zum Einsatz, boten die Gäste dem favorisierten Hausherren über weite Strecken die Stirn. In der ersten Halbzeit tat sich vor den Toren herzlich wenig, zwingende Chancen blieben Mangelware. Die Gäste hielten sich strikt an die taktischen Anweisungen ihres Co-Trainer Andreas Weihermüller, der den erkrankten Rüdiger Fuhrmann vertrat, und ließen wenig zu. „Beide Teams waren am Strafraum mit ihrem Latein am Ende“, bilanzierte Manfred Herrmann.

Je länger die Begegnung dauerte, umso offensichtlicher schwanden bei den Gästen Konzentration und Kräfte. Dem Führungstreffer des Tabellenführers jedoch ging eine Unaufmerksamkeit der gegnerischen Abwehr voraus. Nach einer Ecke stand der Brasilianer Matheus Teodozo De Lima völlig ungedeckt und ließ sich diese Möglichkeit natürlich nicht entgehen.

Wer nun dachte, das Spiel wäre gelaufen, sah sich getäuscht. Unbeeindruckt vom Rückstand ließen die Blau-Schwarzen nicht locker und kamen tatsächlich zu zwei guten Einschussmöglichkeiten. Aber Christian Ermer und Martin Pasieka konnten sie nicht nutzen. Nur kurz dauerte die Freude über den Ausgleich durch Andreas Koppmann, denn Schiedsrichter Fabian Kilger sah vorher ein Foul des Torschützen an Torwart Daniel Hanke. „Das kann man, muss aber nicht gepfiffen werden“, trauert Manfred Herrmann dem nicht gegebenen Tor nach.

Sieben Minute vor dem Ende dann die endgültige Entscheidung zu Gunsten der Hausherren. Einen klassischen Konter schloss erneut der Brasilianer mit seinem zweiten Treffer ab. „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat alles gegeben und gut dagegengehalten. Jammern hilft jetzt auch nicht weiter. So lange rechnerisch der direkte Klassenerhalt möglich ist, geben wir nicht auf“, lautet die Kampfansage von Manfred Herrmann. Allerdings benötigt der SVE ein kleines Wunder, denn der direkte Konkurrent TSV Kareth hat nun schon einen Vorsprung von sieben Punkten.

Info:

SV Donaustauf - SV Etzenricht 2:0

SV Donaustauf: Hanke, Kowalczyk, Gögl (46. Ognjen), Dabo, Baldauf, Favero (60. Figueiredo), De Lima, Vasilic (80. Bucher), Emini, Sautner, Sauerer

SV Etzenricht: Heisig, Diermeier, Mark, Graßl, Neumeier (70. Felix Herrmann), Koppmann, Pasieka, Herrmann, Christian Ermer (86. Paul), Pötzl, Chousein Cousein

Tore: 1:0/2:0 (70./83.) Matheus Teodozo De Lima – SR: Fabian Kilger – Zuschauer: 150

 
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