18.12.2020 - 18:49 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Blue Devils: Muss Tomas Rubes erst im Sommer unters Messer?

Es besteht offenbar doch die Möglichkeit, dass der Topscorer in absehbarer Zeit aufs Eis zurückkehrt. Beim Spiel der Blue Devils am Sonntag in Füssen ist der Tscheche aber auf jeden Fall nicht dabei. Dafür steht ein anderer vor dem Debüt.

Vielleicht kann Tomas Rubes doch in absehbarer Zeit aufs Eis zurück. Es besteht offenbar die Möglichkeit, dass der Tscheche nicht sofort, sondern erst im Sommer an der Schulter operiert werden muss.
von Rudolf Gebert Kontakt Profil

Am Dienstag hatte sich Tomas Rubes die Schulter ausgekugelt, am Donnerstag kam die Meldung, dass eine Operation erforderlich sei und er für längere Zeit ausfallen werde. Am Freitag stellte sich die Situation plötzlich anders dar. "Tomas Rubes war bei einem Spezialisten in Regensburg, wir haben jetzt eine zweite ärztliche Meinung. Eventuell muss er doch nicht sofort operiert werden, sondern erst im Sommer", sagte Franz Vodermeier, der Geschäftsführer der Blue-Devils-Spielbetriebs-GmbH. Aufgrund der unklaren Situation ist Trainer Ken Latta auf der Suche nach Ersatz: "Seit Dienstag bin ich fast ständig am Telefon."

Zawatsky vor dem Debüt

Beim Gastspiel der Weidener am Sonntag um 18 Uhr beim EV Füssen ist Spielmacher Rubes definitiv nicht dabei, ebenso wie sein Sturmpartner Martin Heinisch (Sprunggelenksverletzung). Dafür steht der in dieser Woche verpflichtete Deutsch-Kanadier Alec Zawatsky vor seinem Debüt. "Er hat am Samstag einen Corona-Test. Wenn der negativ ist, kann er eingesetzt werden", erklärte Vodermeier.

Am Füssener Kobelhang läuft auf jeden Fall Louis Latta auf. Der Sohn von Devils-Coach Ken Latta stellt sich trotz seiner Knieverletzung in den Dienst der Mannschaft. Noch zu früh ist ein Einsatz für Goalie Luca Endres, der nach seiner Verletzung seit Anfang der Woche wieder trainiert. "Es sieht zwar gut aus, aber wir werden uns Zeit lassen", sagte der Weidener Trainer. Philip Lehr, der am Dienstag beim 6:3 gegen den Höchstadter EC ein gelungenes Comeback feierte, dürfte zwischen den Pfosten. Als Back-up reist Timon Bätge mit ins Allgäu.

Im Hinspiel 4:2-Sieg für Weiden

Der traditionsreiche EV Füssen (16 Mal Deutscher Meister) hat zwei Punkte weniger auf dem Konto als die Blue Devils. Im zweiten Jahr nach dem Aufstieg aus der Bayernliga habe Füssen enorme Fortschritte gemacht, sagt Ken Latta. Die junge Mannschaft von Coach Andreas Becherer zeichnet vor allem Lauf- und Zweikampfstärke aus. Schon das Hinspiel war ein hartes Stück Arbeit für die Blue Devils. Erst in der 58. Minute machte Marco Habermann mit seinem Treffer zum 4:2-Endstand alles klar. "Ein starker Gegner, das wird kein Selbstläufer. Wir müssen genauso hart arbeiten wie die Füssener", weiß Ken Latta.

Auch wenn mit Rubes einer der wichtigsten Spieler fehlt, reisen die Blue Devils nicht chancenlos ins Allgäu. Zuversicht gibt die Leistung der "special teams" beim Sieg gegen Höchstadt - vier Tore beim inzwischen klar verbesserten Powerplay und zum wiederholten Male kein Gegentor bei numerischer Unterlegenheit. Das schlägt sich in den Statistiken der Oberliga Süd nieder. In Überzahl sind die Weidener auf Position fünf geklettert, in Unterzahl stehen sie an der Spitze. Damit kommt es am Sonntag zum Duell der besten Überzahlmannschaft (Füssen) und dem besten Team in Unterzahl (Weiden).

Heimsieg für Blue Devils gegen Höchstadt

Weiden in der Oberpfalz

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