18.03.2021 - 17:48 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Blue Devils: Play-offs oder Saisonende?

Über den Umweg Pre-Play-offs will der Eishockey-Oberligist Blue Devils Weiden doch noch das Saisonziel erreichen. Der Tabellenzehnte der Hauptrunde trifft auf den Siebten EC Peiting. Die Entscheidung fällt in Hin- und Rückspiel.

Nachdem Neal Samanski wegen seiner Matchstrafe gesperrt ist, dürfte Dennis Palka (vorne, blaues Trikot, Szene aus dem Heimspiel gegen Rosenheim) in den Pre-Play-offs gegen den EC Peiting im zweiten Sturm auflaufen.
von Rudolf Gebert Kontakt Profil

Das Erreichen der Play-offs war das klar formulierte Saisonziel der Blue Devils. Nachdem im Vorjahr mit Platz neun die Play-offs verpasst worden waren, wollten die Weidener einen Schritt nach vorne machen. "Das Ziel sind viele Siege und ein Platz unter den Top 6", hatte GmbH-Geschäftsführer Franz Vodermeier vor dem Saisonstart im Gespräch mit Oberpfalz Medien betont. Das Ergebnis nach der Hauptrunde ist mit Rang zehn enttäuschend.

Aber heuer gibt es die Pre-Play-offs, und hier haben die Weidener gegen den Tabellensiebten EC Peiting die Chance, doch noch das Play-off-Viertelfinale zu erreichen. Die beiden Spiele finden am Freitag (20 Uhr) in Weiden und am Sonntag (17 Uhr) in Peiting statt. Beide Partien können auch unentschieden enden. Nach dem Rückspiel in Peiting werden beide Resultate zusammengerechnet, bei Gleichstand geht es dann in die Verlängerung und, falls nötig, ins Penaltyschießen.

Ein Favorit ist nicht auszumachen. Von den erreichten Punkten her ist Peiting (45 Zähler in 29 Partien) im Vorteil, die Blue Devils holten in 34 Spielen 43 Punkte. Doch die Mannschaft von Trainer Sebastian Buchwieser ist ohne Spielpraxis, das letzte Match datiert vom 23. Februar. Nachdem elf Spieler positiv auf Corona getestet worden waren, musste der ECP zum dritten Mal in dieser Saison in Quarantäne. Ob alle Betroffenen nach eingehenden ärztlichen Untersuchungen grünes Licht bekommen und spielen dürfen, wird sich zeigen. Teammanager Gordon Borberg gibt aber vorsichtig Entwarnung: "Wir trainieren seit dem Wochenende fast wieder komplett."

Die Blue Devils haben die Hauptrunde mit einem 3:2-Erfolg nach Verlängerung bei den Starbulls Rosenheim abgeschlossen. Gegen Peiting steht derselbe Kader wie am Dienstag zur Verfügung, mit Ausnahme von Neal Samanski, der wegen seiner Matchstrafe gesperrt ist. Das Spielgericht des Deutschen Eishockey-Bundes hat vier Spiele Sperre und ein Spiel auf Bewährung sowie 300 Euro Geldstrafe beantragt. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig. Anstelle von Samanski dürfte im zweiten Block Dennis Palka zusammen mit Louis Latta und Lewis Zerter-Gossage stürmen. Zwischen den Pfosten steht Luca Endres, als Back-up sitzt Timon Bätge auf der Bank.

Für den erkrankten Trainer Kim Collins wird in beiden Spielen erneut der Sportliche Leiter Ken Latta an der Bande stehen. "Wir haben uns Videomaterial von Peiting angeschaut, dies analysiert und beim Training mit der Mannschaft besprochen. Das Training am Mittwoch und Donnerstag war nochmal intensiv", erklärte der Ersatz-Coach. Zu den Chancen meinte Latta, dass Peiting durch die "Return-to-play"-Phase den Vorteil von mehr Vorbereitungszeit bis zum ersten Spiel nach der Quarantäne habe. "Das war bei uns nach der Quarantäne zu Saisonbeginn nicht der Fall."

Das Interview mit dem Devils-Sponsor

Plößberg

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.