07.11.2021 - 23:07 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Blue Devils: Siegtor nach fünf Sekunden der "Overtime"

Die Blue Devils bleiben in der Erfolgsspur: Der Spitzenreiter der Eishockey-Oberliga Süd gewann am Sonntag bei Verfolger Starbulls Rosenheim mit 3:2 nach Verlängerung. Die Weidener gehen mit drei Punkten Vorsprung in die Länderspielpause.

Jubel bei den Blue Devils Weiden: Der Spitzenreiter der Oberliga Süd gewann am Sonntag das Top-Spiel bei den Starbulls Rosenheim mit 3:2 nach Verlängerung.
von Rudolf Gebert Kontakt Profil

Die Blue Devils gewannen am Sonntagabend das Top-Spiel bei den Starbulls Rosenheim mit 3:2 (0:1, 0:0, 2:1, 1:0) nach Verlängerung. Dabei sah es bis kurz vor dem Ende nach der zweiten Niederlage aus, doch die Weidener gaben nicht auf und wurden belohnt. 45 Sekunden vor der Schlusssirene erzielte Chad Bassen das 2:2 und erzwang die Verlängerung. Die "Overtime" dauerte nur fünf Sekunden, dann traf Edgars Homjakovs zum 3:2 und sicherte seiner Mannschaft den Zusatzpunkt.

"Diese Niederlage tut extrem weh", sagte der Rosenheimer Trainer John Sicinski. "Wir haben den Vorsprung mit Mann und Maus verteidigt. Vor dem 2:2 hat ein Meter gefehlt und die Scheibe wäre aus dem Drittel rausgewesen. Und dann kam auch noch der Blackout zu Beginn der Verlängerung."

"Es war ein ausgeglichenes Spiel mit dem besseren Ende für uns", meinte Devils-Coach Sebastian Buchwieser, der aber insgesamt von einem verdienten Sieg sprach. Dabei kam seine Mannschaft zunächst nicht richtig ins Spiel. "Im ersten Drittel war Rosenheim besser. Wir sind schwer in die Zweikämpfe gekommen, haben zu wenig auf den Körper gespielt. Vielleicht hatten wir zu viel Respekt." Die Rosenheimer Führung durch den Ex-Selber Brad Snetsinger (9. Minute/Überzahl) ging in Ordnung.

Nach Wiederbeginn kämpften sich die Weidener immer mehr in die Partie hinein. "Ab dem zweiten Drittel haben wir eine gute Leistung gebracht", gab es Lob von Buchwieser. Der Ausgleich gelang zunächst aber nicht. Erst in der 42. Minute traf Ralf Herbst zum 1:1. Die Freude währte aber nicht lange: Die Blue Devils leisteten sich zwei Strafzeiten und Zack Phillips brachte die Starbulls in doppelter Überzahl wieder in Front (44.).

Die Oberpfälzer steckten den erneuten Rückschlag weg und drängten mit Macht auf das 2:2. Bereits nach 57:11 Minuten nahm Buchwieser erstmals Goalie Jaroslav Hübl vom Eis. Das Risiko wurde aber erst beim dritten Mal belohnt: 45 Sekunden vor Schluss erzielte Chad Bassen den Ausgleich und erzwang die Verlängerung. Und da ging es blitzschnell, wobei Buchwieser von einem "Geniestreich von Bassen" sprach. Der Deutsch-Kanadier startete vom Bully weg einen Alleingang, Edgars Homjakovs drückte die Scheibe über die Linie.

Mit 26 Punkten aus 10 Spielen gehen die Blue Devils in die Länderspielpause. Sie führen die Tabelle vor Memmingen (23), Regensburg und Rosenheim (beide 22) an. Weiter geht's am Freitag, 19. November, in Höchstadt, das nächste Heimspiel steigt am Sonntag, 21. November, gegen Deggendorf.

Starbulls Rosenheim: Kolarz - Krumpe, Vollmayer, Reinig, Tölzer, Heidenreich, Draxinger - Phillips, Leinweber, Snetsinger, Schmidpeter, Daxlberger, Höller, Cornett, Brandl, Hofbauer, März, Slezak

Blue Devils Weiden: Hübl - Brown, Schreyer, Müller, Ostwald, Schusser, Herbst, Noe, Feder - Bassen, Nick Latta, Schmidt, Siller, Rubes, Heinisch, Thielsch, Homjakovs, Palka, Luknowsky, Samanski, Louis Latta

Tore: 1:0 (9.) Snetsinger (Vollmayer, Kolarz), 1:1 (42.) Herbst, 2:1 (44.) Phillips (Reinig, Brandl), 2:2 (60.) Bassen (Schmidt, Rubes), 2:3 (61.) Homjakovs (Bassen) - Schiedsrichter: Flad und Haas - Zuschauer: 2002 - Strafminuten: Rosenheim 10, Weiden 8

Der Bericht vom Heimsieg der Blue Devils gegen Passau

Weiden in der Oberpfalz

 

 

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