23.08.2018 - 15:56 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Die Bundesliga bitte diesmal länger halten

Rauf, runter, rauf: Der 1. FC Nürnberg ist die Fahrstuhlmannschaft der Fußball-Bundesliga. Kein Wunder, dass die FCN-Fanclubs in der Region in unserer Umfrage vor dem Saisonstart vor allem einen großen Wunsch haben.

Endlich wieder Bundesliga: Club-Anhänger feiern nach dem letzten Zweitliga-Spiel gegen Fortuna Düsseldorf den Bundesliga-Aufstieg. Die FCN-Fanclubs in der Region fiebern dem Saisonauftakt im Fußball-Oberhaus entgegen und glauben fest an den Klassenerhalt.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

Weiden.(af) "Wir wollen weg vom Fahrstuhl-Image", bringt Markus Hirschmannseine Sehnsüchte auf den Punkt. "Vielleicht klappt es ja diesmal und wir können eine längere Zeit in der Bundesliga spielen" Mit dieser Hoffnung spricht der Vorsitzende der FCN-Freunde Hirschauvielen Club-Fans aus dem Herzen. Die Euphorie unter den Anhängern des neunmaligen deutschen Meisters ist allerorten riesig - auch in Hirschau. "Wir haben viele neue Mitglieder gewonnen", berichtet Hirschmann stolz. "Wir sind jetzt über 100." Der Klassenerhalt ist für ihn ausgemachte Sache, aber auch ein Mittelfeldplatz sei möglich. Ein Erfolgsfaktor ist für ihn Michael Köllner: "Wenn der sich etwas in den Kopf setzt, dann schafft er es." Hirschmann muss es wissen: Als Jugendlicher spielte er bei der SpVgg Wiesau. Sein damaliger Trainer: Michael Köllner.

Große Stück auf den Trainer-Newcomer hält auch Matthias Hösl. "Michael Köllner hat eigene Ideen. Er setzt auf Kameradschaft und Teamgeist", lobt er den Mann aus Fuchsmühl. Den Wiederaufstieg haben seine Club-Freunde Immenreuth(160 Mitglieder) auf ihre eigene Art und Weise gefeiert. "Einige von uns sind von Immenreuth nach Fuchsmühl gepilgert", berichtet Hösl. "Natürlich herrscht bei uns Euphorie, auf jeden Fall." Die Anstrengung soll sich im nachhinein doppelt lohnen - in Form des Ligaverbleibs. "Alles andere wäre unrealistisch", glaubt Hösl. Zum Saisonauftakt am Samstag bei Hertha BSC in Berlin könnte es mit dem ersten Bundesliga-Punkt seit vier Jahren klappen. "Sechs Mann von uns fahren nach Berlin mit hoch", sagt Hösl.

Sein Vater war bereits eingefleischter FCN-Fan. Und spätestens seit der (vorerst) letzten deutschen Meisterschaft 1968 ist auch Heribert Kutzervom Club-Gen infiziert. "Ich bin guter Dinge, aber das wird eine schwere Saison", prophezeit der Chef des in Mitterteich beheimateten 1. FCN-Fanclubs Stiftland(93 Mitglieder). "Man muss nur unseren Etat ansehen, dann ist klar, dass es nur gegen den Abstieg gehen kann." Schaffen könne man es nur über den Teamgeist, und hier stellt Kutzer seinem Lieblingsverein gute Noten aus. "Köllner hält die Mannschaft zusammen, das ist ein guter Mann."

Nur wenige Steinwürfe weiter fiebern auch die Bravehearts Wiesau(über 100 Mitglieder) dem Saisonstart entgegen. "Die letzten vier Jahre 2. Liga haben weh getan", gibtJosef Bayerzu, der aber nun den Optimisten herauskehrt: "Ich bin guten Mutes, dass es für uns in der Bundesliga funktioniert." Der Klub-Vorsitzende hat zwei Wünsche: "Ich hoffe, dass wir guten Fußball spielen und uns die Schiedsrichter wohlgesonnen sind." Sollte beides passen, dann hält Bayer einen 10. Tabellenrang für nicht ausgeschlossen: "Die Mannschaft ist eingespielt. Wieso nicht?" Sein Erfolgsrezept: "Hinten wenige Fehler machen, vorne die Chancen verwerten." Unter den rund 10 000 Club-Schlachtenbummlern, die am Samstag in Berlin erwartet werden, werden fünf Bravehearts sein.

Auf die Euphoriebremse tritt dagegen Werner Seuß. "Nur der Klassenerhalt zählt. Alles andere ist Utopie", meint der Vorsitzende der "Blaumeise Stulln" (40 Mitglieder). Seuß bescheinigt den Rot-Weißen, dass sie in der letzten Saison "vom Spielerischen her viel besser geworden sind. Im Jahr zuvor konntest du nicht zuschauen." Wichtig, so Seuß, sei ein guter Start, weil das Auftaktprogramm mit Berlin, Mainz, Bremen und Hannover "machbar" sei. Auch er lobt die Arbeit von Köllner: "Einer, der junge Spieler motivieren kann."

"Ich habe mich super gefreut, dass wir wieder Bundesliga spielen", berichtet Roland Wild über seine Gefühle, als der Sprung ins Fußball-Oberhaus unter Dach und Fach war. Der Chef der "Büffel Pirk"(58 Mitglieder) glaubt ganz fest an den Ligaverbleib. Und dies nicht nur, weil er ein ganz treuer Anhänger ist und seit 32 Jahren eine Dauerkarte hat. "Michael Köllner macht ganz einfach eine tolle Arbeit. Er hat einen guten Draht zu den Spielern und kommt ohne ein Chef-Gehabe aus", lobt Wild den Coach. "Hut ab." Seine Prognose: "Wir landen zwischen Platz 8 und 13."

Nicht ganz so optimistisch ist Jürgen Kellner. "Ich will nicht zu viel erwarten, da man als Club-Fan einfach schon zu viel mitgemacht hat", sagt der Schriftführer der Club-Freunde Vilseck(151 Mitglieder). Der Japaner Yuya Kubo von KAA Gent sei zwar eine wichtige Verpflichtung für den Angriff, dennoch würde sich Kellner noch zusätzlich einen weiteren Stürmer und Flügelspieler wünschen. "Wir müssen einen guten Auftakt hinlegen", fordert Kellner, dann könne am Ende ein Platz zwischen 11 und 14 herausspringen. In Sachen Trainer hat er ein besonderes Anliegen:"Es ist absolut Klasse, wie sich Michael Köllner gegenüber Spielern und Fans verhält. Ich wünsche mir, dass der Verein an ihm festhält, auch wenn's mal nicht ganz so gut läuft."

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