17.08.2018 - 12:03 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Christian Meiler bleibt am Eishockey interessiert

Ex-Teammanager Christian Meiler verfolgt auch im „Ruhestand“ das Geschehen bei den Blue Devils und in der Oberliga Süd.

Christian Meiler, Ex-Teammanager der Blue Devils.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

Weiden. (gb) Viele Jahre war Christian Meiler Spieler oder Funktionär beim 1. EV Weiden. Nach der vergangenen Saison hat „Smiley“ sein Amt als Sportlicher Leiter der Blue Devils aus privaten Gründen abgegeben. Die Entwicklung im Weidener Eishockey, wie die Crowdfunding-Aktion, die GmbH-Gründung oder die Zusammenstellung des Kaders verfolgt der 38-Jährige aber weiterhin mit großem Interesse. Und auch über die Oberliga Süd macht sich Meiler so seine Gedanken.

ONETZ: Hallo Herr Meiler, die Vorbereitung auf die Eishockey-Saison 2018/19 beginnt für Sie ungewohnt ruhig. Wie gehen Sie mit der neuen Situation um?

Christian Meiler: Christian Meiler: Es war die richtige Entscheidung, die Planungen für die nun anstehende Saison abzugeben. Ich hatte in diesem Sommer mit dem Hausbau wirklich eine Menge um die Ohren und hätte die Kaderplanung nur zwischen Tür und Angel machen können. Aber ich hatte immer wieder Kontakt zu Florian Zellner, mit dem ich mich austauschte.

ONETZ: Wie bewerten Sie als „Außenstehender“ die Personalplanungen der Blue Devils?

Meiler: Ich finde es toll, dass sie den Kader nur wenig verändert haben und den Mut haben, den Weidener Nachwuchsspielern eine realistische Chance zu geben, sich weiter zu entwickeln und eine Rolle zu spielen.

ONETZ: Die Oberliga Süd scheint immer stärker zu werden. Haben Sie die Entwicklung den Sommer über verfolgt?

Meiler: Ich hatte im Sommer wenig Zeit, mich intensiv mit den anderen Teams zu beschäftigen. Einige Transfers und Personalentscheidungen konnte ich aber trotzdem vernehmen. Es wurden wieder viele erfahrene und renommierte Spieler in der Nord- beziehungsweise Süd-Oberliga verpflichtet. Es ist wie in jedem Jahr, viele rüsten auf „Teufel komm raus“ auf, um dann im März oder April irgendetwas gegen die Tilburg Trappers zustande zu bekommen.

ONETZ: Kommt hier Kritik am dreimaligen Deutschen Oberliga-Meister aus den Niederlanden auf, der ja kein Aufstiegsrecht hat?

Meiler: Mir gefällt grundsätzlich die Teilnahme der Trappers, die wir heuer in Weiden als richtig freundliche Sportsleute begrüßen durften, in dieser Form nicht. Ich denke, da sollte der DEB die Teilnahmebedingungen für Tilburg überdenken. Man stiehlt dem Eishockeyfan ein richtiges Finale, in dem beide Vereine die sportliche Qualifikation für die DEL2 schaffen können. Das Aufstiegsrecht wurde in der Vergangenheit in den Halbfinalpartien entschieden. Und vielleicht könnte man dann auch das finanzielle Aufrüsten einiger aufstiegswilliger Vereine realistischer für die 3. Liga in Deutschland, die ja eine Ausbildungsliga sein soll, gestalten. Viele übernehmen sich da Jahr für Jahr.

ONETZ: Zurück zu den Blue Devils: Was trauen Sie der Mannschaft in der kommenden Saison zu?

Meiler: Wichtig wird sein, verletzungsfrei und diszipliniert durch die Saison zu kommen. Und natürlich auch die Geduld der Zuschauer muss vorhanden sein. Die Truppe ist sehr jung und wird auch Lehrgeld bezahlen müssen. Aber ich denke, Ken und Flo (Anmerkung der Redaktion: Trainer Ken Latta und Co-Trainer Florian Zellner) werden das hinbekommen, eine Mannschaft zu formen, die mit leidenschaftlichem Spiel die Meisterrunde erreichen kann. Ich wünsche es ihnen.

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