14.04.2021 - 16:33 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Corona-Chaos in der Oberliga Nord

Das Coronavirus mischt im Eishockey weiter kräftig mit. In der DEL2 wurde die Hauptrunde vorzeitig beendet und in den Oberligen waren vor dem Start der Play-offs sechs Vereine in Quarantäne - gleichbedeutend mit dem Ausscheiden.

Die Hannover Scorpions (links der ehemalige Weidener Patrick Schmid) schlossen die Hauptrunde der Oberliga Nord als Erster ab und sind einer der Favoriten für den Aufstieg in die DEL2. Das Bild stammt aus dem Play-off-Achtelfinale der Saison 2018/19 zwischen den Blue Devils Weiden (rechts Matt Abercrombie) und den Niedersachsen.
von Rudolf Gebert Kontakt Profil

In den Eishockey-Oberligen Süd und Nord laufen die Aufstiegs-Play-offs. Doch wie schon die gesamte Saison hat das Coronavirus die Finger mit im Spiel. In beiden Staffeln wurden die Tabellen nach der Hauptrunde nach dem Punktequotienten errechnet, weil nicht alle Mannschaften auf die komplette Anzahl von Spielen kamen.

Im Süden mussten die Blue Devils Weiden unmittelbar vor den Pre-Play-offs in Quarantäne, ebenso der als Tabellensechster direkt für die Play-offs qualifizierte Deggendorfer SC. Für beide Teams war damit war die Saison beendet. Noch schlimmer erwischte es die Nord-Staffel im Hauptrunden-Endspurt: Fünf Mannschaften waren in Quarantäne, es gab eine Flut an Absagen. Während die Tilburg Trappers und die Crocodiles Hamburg rechtzeitig vor dem Play-off-Start zurückkehrten, war für die Saale Bulle Halle (Tabellen-3.), die EG Diez-Limburg (9.) und den Krefelder EV 81 (12.) die Saison beendet. Damit kam die Nachrückerregelung zum Tragen, wobei in der Abschlusstabelle gerade noch zehn Vereine übrig blieben. Deshalb durfte sogar das abgeschlagene Schlusslicht Hammer Eisbären in den Pre-Play-offs mitspielen. Hier setzten sich in jeweils nur einem Match die Black Dragons Erfurt (gegen Hamm) und die Rostock Piranhas (gegen Herford) durch.

Der nächste Schock folgte vor dem Play-off-Viertelfinale. Bei der vom DEB vorgeschriebenen PCR-Testung wurde ein Spieler der Hannover Indians positiv getestet. „Es ist natürlich sehr bitter, dass wir zum Start der Play-offs eine Mannschaft mit DEL2-Aufstiegsambitionen verlieren, aber die Regularien lassen hier keinen Spielraum. Die Gesundheit aller an den Play-offs beteiligten Mannschaften hat absoluten Vorrang“, erklärte DEB-Ligenleiter Markus Schubert. Mit zwei 5:0-Wertungen zog der Herner EV kampflos ins Halbfinale ein. Sportlich setzten sich Hauptrunden-Meister Hannover Scorpions (gegen Rostock), die Tilburg Trappers (gegen Erfurt) und die Crocodiles Hamburg (gegen Leipzig) jeweils in zwei Spielen durch.

Während im Süden am Freitag bereits das Finale (Best-of-5) zwischen den Eisbären Regensburg und den Selber Wölfen beginnt, steigt in der Nord-Staffel ab Freitag das Halbfinale, das wie alle Runden im Norden im Modus Best-of-3 ausgetragen wird. Die Hannover Scorpions treffen auf Hamburg und Tilburg auf Herne. Die Finalserie im Norden beginnt am 23. April. Zum Abschluss ermitteln die beiden Meister ab 30. April im Modus Best-of-5 den Aufsteiger in die DEL2.

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