01.02.2019 - 23:58 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Derby-Pleite für Blue Devils

Die Blue Devils haben ihre gute Saisonbilanz von drei Siegen gegen die Selber Wölfe nicht ausbauen können. Nach der zweiten Pleite gegen den Nachbarn in der laufenden Spielzeit rücken die Tabellenplätze sechs oder gar fünf in weite Ferne.

Gefahr vor dem Weidener Kasten: Die Blue Devils verloren am Freitagabend das Derby bei den Selber Wölfen mit 1:6.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

Zwei Drittel auf Augenhöhe und dann doch eine Abfuhr: Bei den Blue Devils sorgte die klare 1:6 (0:1, 1:1, 0:4)-Niederlage am Freitagabend in Selb für jede Menge Ernüchterung und noch mehr für Verdruss. "Ich bin sauer auf die Schiedsrichterleistung", knurrte Trainer Ken Latta. "Der Penalty im ersten Drittel gegen uns war keiner", schimpfte er. Im letzten Drittel hätten die Unparteiischen nach dem dritten Selber Tor massiv ins Spiel eingegriffen: "Dann war nichts mehr zu holen." Selbs Trainer Henry Thom blieb dagegen gelassen: "Unser Sieg war verdient."

Filimonow im Tor

Wie im Vorfeld der Partie angekündigt, saß mit Niko Stark der kurzfristig verpflichtete Förderlizenzgoalie auf der Weidener Ersatzbank. Stark muss in der Meisterrunde zehn Mal auf dem Spielberichtsbogen stehen, um in den Play-offs spielberechtigt zu sein. Von den beiden Stammtorhütern erhielt Daniel Filimonow den Vorzug, Johannes Wiedemann blieb zu Hause. Der von seiner Schulterverletzung genesene Philipp Siller kehrte an der Seite von Martin Heinisch und Tomas Rubes in seine gewohnte Angriffsreihe zurück.

Das erste Drittel des Derbys verlief über weite Strecken ausgeglichen und unspektakulär. Beide Seiten erarbeiteten sich einige Möglichkeiten, ohne aber im Abschluss die letzte Konsequenz zu zeigen. Eine umstrittene Entscheidung der Schiedsrichter führte zur Selber Führung (8.): Die Gastgeber waren nach einer Zwei-Minuten-Strafe wieder komplett, als Ian McDonald bei einem Gegenangriff auf und davon ging. Jonas Voigt stellte sich dem Wölfe-Topscorer vehement entgegen. Zu vehement nach Meinung der Referees, die auf Penalty entschieden. McDonald nahm das "Geschenk" an und verwandelte zum 1:0 (8.).

Ein Paukenschlag eröffnete den zweiten Durchgang. Es waren gerade einmal 30 Sekunden gespielt, da lochte Matt Abercrombie zum Ausgleich ein. Ein Treffer, der die Partie endlich in die Nähe eines Derbys rückte. Plötzlich war Feuer im Spiel, die Zweikämpfe wurden deutlich verbissener geführt als noch im ersten Durchgang. Für Unverständnis bei den Blue Devils sorgte weiterhin die Regelauslegung durch die Schiedsrichter. Während es kleinliche Strafen gegen die Oberpfälzer gab, wurde auf der Gegenseite ein klarer Stockschlag gegen Heinisch nicht geahndet. Die Weidener mussten dann doch den zweiten Gegentreffer hinnehmen, als der Puck nach einem Schuss von Dennis Schiener im Gästegehäuse einschlug (31.). Die beste Möglichkeit zum Ausgleich vergab danach Matt Abercrombie (34.).

Die Hoffnungen der Gäste, die Begegnung vielleicht doch noch drehen zu können, erhielten im letzten Drittel schon früh einen herben Dämpfer. Die Selber Top-Reihe zeichnete dabei für die Vorentscheidung verantwortlich: Landon Gare und Ian McDonald brachten ihren Teamkollegen Erik Gollenbeck in Position und der schob aus einem Meter ins Weidener Tor ein (44.). Die Referees behielten in der Folge ihre Linie bei und schickten Weidener Spieler in schöner Regelmäßigkeit in die Kühlbox. Jeweils in doppelter Unterzahl kassierten die Blue Devils gegen nun eindeutig dominierende Oberfranken den vierten und fünften Gegentreffer (48./49.), Michael Fink machte das halbe Dutzend voll (51.). Nach dem 4:1 gab es einige unschöne Szenen, als Weidener Anhänger Gegenstände auf das Eis warfen.

Sonntag gegen Landshut

Weiter geht's für die Blue Devils am Sonntag um 18.30 Uhr in der Hans-Schröpf-Arena gegen den Tabellendritten EV Landshut.

Selber Wölfe - Blue Devils Weiden 6:1 (1:0, 1:1, 4:0)

Selber Wölfe: Deske – Silbermann, Böhringer, Ondruschka, Kolb, Müller, Kremer, Fink – Schiener, Gare, Lüsch, Hördler, Gollenbeck, Graaskampf, Zimmermann, Geigenmüller, McDonald, Moosberger

Blue Devils Weiden: Filimonow – Herbst, Voigt, Noe, Bäumler, Schusser, Schreyer, Lehner – Geisberger, Abercrombie, Habermann, Heinisch, Rubes, Siller, Waldowsky, Kirchberger, Hintermeier, Wolf

Tore: 1:0 (8.) McDonald (Penalty), 1:1 (21.) Abercrombie (Geisberger, Habermann), 2:1 (31.) Schiener (Kremer, Deske), 3:1 (44.) Gollenbeck (McDonald, Gare), 4:1 (48.) Graaskamp (McDonald, Ondruschka), 5:1 (49.) Gare (Ondruschka, Graaskamp), 6:1 (51.) Fink (Lüsch, Geigenmüller) – SR: Müns – Zuschauer: 2221 – Strafminuten: Selb 2, Weiden 12

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