23.02.2021 - 18:03 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Gomez Islinger mit neuer Bestzeit und ganz viel Optimismus

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Das Laufen war schon immer ihre stärkste Disziplin. Nun hat Marlene Gomez-Islinger über 3000 Meter eine persönliche Bestzeit aufgestellt. Das Olympia-Jahr lässt sich aber auch sonst gut an für die Triathletin.

Marlene Gomez Islinger (rechts) bei ihrem 3000-Meter-Lauf in Dortmund.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

Deutsche Meisterschaften der Leichtathletik sind für Marle Gomez Islinger kein Neuland. Im vergangenen Jahr war die Triathletin bei den nationalen Freiluft-Titelkämpfen in Braunschweig über die 5000 Meter bereits zu einer neuen eigenen Bestmarke (16:40,74 Minuten) gestürmt. Nun wiederholte die für den SSV Ulm startende Weidenerin ähnliches in Dortmund. Bei den Hallenmeisterschaften am Wochenende kam sie über 3000 Meter in 9:21,74 Minuten ins Ziel. Gegenüber ihrer Bestzeit aus dem Jahr 2020 (9:45) bedeutet dies eine Verbesserung um rund 24 Sekunden.

"Das ist natürlich schön und super erfreulich", sagt Gomez Islinger über ihre deutliche Leistungssteigerung. "Das zeigt, dass die Richtung stimmt." Eine Erklärung dafür hat die 27-Jährige auch parat: "Ich profitiere davon, dass ich seit drei Jahren keine Verletzungen oder gesundheitliche Probleme habe. Ich kann kontinuierlich trainieren und habe mir ganz allgemein eine super Fitness erarbeitet. Das macht mich optimistisch."

Was auch positiv durchschlägt: Seit einiger Zeit befindet sich Gomez Islinger in der Potsdamer Trainingsgruppe um U23-Weltmeisterin Laura Lindemann. "Das hat mir noch einmal einen zusätzlichen Schub gegeben. Davon profitiere ich", meint die Weidenerin. So sehr, dass in Dortmund ein überzeugender Auftritt gelang. "Laura und ich hatten uns relativ kurzfristig für einen Start entschieden und uns gar nicht speziell vorbereitet", erzählt Gomez Islinger. "Es ging einfach darum, mal wieder ein Gefühl für den Wettkampf zu bekommen, sich zu testen und auszubelasten." Die Oberpfälzerin kam, als Sechste, Lindemann gar als Zweite (8:57) ins Ziel. "Wir haben uns riesig über unsere Ergebnisse gefreut."

Es sind aber nicht nur die Laufleistungen, die Gomez Islinger Mut machen für die anstehende Triathlon-Saison. Im Schwimmen habe sie "Riesenfortschritte" gemacht und auf dem Rad habe sie "ein gutes Gefühl".

WM-Debüt von Gomez Islinger

Weiden in der Oberpfalz

Natürlich lautet ihr großes Ziel: Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen. Der nationale Qualifikations-Wettkampf soll Ende Mai stattfinden. Dass hinter Olympia 2021 aufgrund der Pandemie weiterhin ein Fragezeichen steht, schiebt Gomez Islinger zur Seite. "Darauf, ob die Spiele in Tokio stattfinden können, haben wir als Athleten keinen Einfluss. Ich versuche, mich mental und körperlich bestmöglich vorzubereiten. Mehr kann ich nicht tun." Zudem bestehe die Saison nicht alleine aus Olympia: "Es gibt ja auch noch andere Starts."

An die strengen Hygienebedingungen und Testabläufe bei Wettkämpfen hat sich die Oberpfälzerin mittlerweile gewöhnt. Eine Bevorzugung von Profisportlern bei der Impfreihenfolge lehnt sie grundsätzlich ab. Solche Forderungen seien "absolut daneben", sagt sie. Es gebe viele systemrelevante Bereiche, denen der Vorrang beim Impfen eingeräumt werden müsse. "Leistungssportler sind in der Regel jung, fit und gesund", meint Gomez Islinger. "Deshalb sollten wir uns ganz hinten anstellen. Es steht uns einfach nicht zu, hier vorneweg zu preschen."

Triathlon:

Zur Person: Marlene Gomez Islinger

  • Geburtsdatum: 25. April 1993
  • Vereine: ehemals DJK Weiden, jetzt SSV Ulm
  • Kaderathletin "Elite" bei der Deutschen Triathlon Union
  • Sportliche Erfolge: 2012 deutsche Junioren-Vizemeisterin, 2013 ETU-Europameisterin Cross-Triathlon in der Klasse U23, Top-Ten-Ergebnisse bei Europacup- und Weltcup-Rennen.
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