11.01.2021 - 13:44 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Kein Schub in die Vollen: Kegler brechen Saison ab

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Die bayerischen Sportkegler haben aus dem fortwährenden Lockdown ihre Konsequenzen gezogen. Seit Sonntag steht fest: Die laufende Saison wird ab sofort abgebrochen.

Bis bayernweit die Kegel wieder fallen, wird es dauern: Der Bayerische Sportkeglerverband hat den vorzeitigen Saisonabbruch beschlossen Die neue Saison soll im September 2021 gestartet werden.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

Die Entscheidung pro Saisonabbruch haben sich die Führungsgremien des Bayerischen Sportkeglerverbandes (BSKV) nicht leicht gemacht. "Einen solchen weitreichenden Beschluss wollte das Präsidium nicht alleine fällen. Deshalb haben wir dazu auch den Gesamtvorstand und den Sportausschuss ins Boot geholt", sagte Präsidentin Margot Petzel (Kempten) am Montag. Der Beschluss sei letztlich einstimmig gefallen: "Die Saison 2020/21 wird nicht zu Ende gespielt, es findet keine Wertung der bislang ausgetragenen Spiele statt."

Alle Mannschaften, so Petzel, würden in der Spielzeit 2021/22 in der gleichen Liga eingruppiert, in der sie aktuell spielen. Die neue Saison soll wie üblich im September 2021 starten. "Wir hoffen, dass der Spielbetrieb dann wieder ohne Einschränkungen stattfinden kann."

Das vorzeitige Saisonende kommt für die vielen bayerischen Keglervereine und ihre knapp 18000 Mitglieder nicht überraschend. Nach den von der Politik angeordneten Beschränkungen im November 2020 hatten die BSKV-Oberen eine Saisonfortführung lediglich für den Fall in Betracht gezogen, dass ab Januar 2021 wieder ein Trainings- und Spielbetrieb möglich wäre. Diese Hoffnungen haben sich aber durch die Verlängerung des Lockdowns bis nun mindestens Ende Januar zerschlagen. "Selbst wenn der unwahrscheinliche Fall eintritt und es im Februar Lockerungen für den Sport gibt, könnten wir die Runde nicht mehr regulär zu Ende bringen", betont Petzel. "Der Saisonabbruch ist letztlich alternativlos."

Die Überraschung bei den Kegelclubs dürfte sich in Grenzen halten. Petzel glaubt, dass die Basis das vorzeitige Saisonende klar befürwortet: "Da sind bestimmt 90 Prozent dafür." Vor allem viele ältere Kegler hätten in der Pandemie Sorgen um ihre Gesundheit und mittlerweile eine "Auszeit" vom Kegelsport genommen. "Dem hatten wir bereits zum Saisonstart Rechnung getragen und es den Vereinen freigestellt, für die Spielzeit 2020/21 zu melden. Aus Gründen der Fairness hätte es deshalb heuer auch keinen Abstieg gegeben."

Kegler müssen noch warten

Weiden in der Oberpfalz

Im Kegelbezirk Oberpfalz stößt der Beschluss der Verbandsspitze auf Zustimmung. "Der Saisonabbruch ist die einzig richtige Lösung", meint Gerhard Reithner (Zeitlarn). Der Bezirksvorsitzende verweist auf die bayernweit völlig unterschiedlichen Inzidenzwerte. "Selbst wenn nach einer Lockerung in Regensburg gespielt werden dürfte, heißt das noch lange nicht, dass dies zum Beispiel auch für Weiden gelten würde." Nach Meinung von Reithner wäre ein geregelter Spielbetrieb sowieso nicht mehr möglich gewesen.

Der Verband hat, falls es das Pandemiegeschehen erlaubt, zumindest ein kleines Zuckerl parat. "Es ist angedacht, bei einer Lockerung einen Mini-Ersatzspielebtrieb auf Turnierbasis anzubieten", kündigt Petzel an. "Das Ganze wäre aber auf freiwilliger Basis."

Hintergrund:

Saisonabbruch im Kegeln

  • Die Saison für die bayerischen Sportkegler ist ab sofort vorzeitig beendet.
  • Es gibt keinen Auf- oder Abstieg.
  • Die neue Saison 2021/22 beginnt im September 2021

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