24.08.2020 - 15:45 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Sportkegler verschieben Saisonstart

Nach dem bayerischen Fußball kassieren auch die Kegler im Freistaat ihre Termine ein. Statt wie geplant im September wollen die Sportkegler nun im Oktober in die neue Saison starten. Allerdings ist die Zeitschiene nicht fix.

Wann rollt die Kugel wieder? Die Sportkegler in Bayern haben ihren Saisonstart um vier Wochen auf 10./11. Oktober verlegt.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

Eigentlich waren die Kegel-Spielpläne ausgearbeitet. Mit der neuen Saison 2020/21 sollte es am 12./13. September losgehen. Dieser Termin ist nun Makulatur, auch weil die Corona-Fallzahlen steigen und sich die bayerische Staatsregierung in dieser Situation schwer tut mit weiteren Lockerungen. "Wir werden Mitte September in keiner Liga starten", erklärte Margot Petzel (Kempten), Präsidentin des Bayerischen Sportkeglerverbandes (BSKV), am Montag. Als neues Datum steht nun das Wochenende 11./12. Oktober im Raum.

Der Verband hatte zuletzt bei seinen Vereinen abgefragt, ob sie auf ihren Bahnen die vorgeschriebenen Hygienekonzepte überhaupt umsetzen können. Über das Ergebnis der Umfrage beriet der BSKV-Sportausschuss am Sonntag in Ingolstadt. Am Ende wurde nicht nur die Verschiebung des Saisonstarts, sondern auch ein Dreistufenplan beschlossen.

Plan A sieht vor, dass am 10./11. Oktober die Kugeln bayernweit wieder rollen sollen. Wenn dies nicht der Fall sein kann, wäre 7./8. November der nächstmögliche Termin für den Saisonauftakt. Falls coronabedingt auch hier noch nicht gespielt werden kann, tritt Plan C in Kraft. "Unser Notfallplan sieht vor, dass wir dann im Januar 2021 beginnen", teilte Petzel mit.

Damit würde es aber für die Kegler eng werden, der Zeitdruck steigen. "Das Sportjahr endet am 30. Juni. Bis dahin müssen wir fertig sein", betonte Petzel und verwies auf dringend nötige Puffer für etwaige Nachholspiele: "Wir wissen ja nicht, ob Coronafälle in Mannschaften auftauchen oder sich Hotspots mit nachfolgender Notwendigkeit von Quarantäne bilden. Dafür benötigen wir Ausweichtermine."

In Stein gemeißelt ist der Dreistufenplan nicht. Man werde fortwährend beobachten, wie sich die Pandemie entwickle und was die Politik erlaube, meinte Petzel. Auch würden jeweils rechtzeitig vor den jeweiligen Startterminen die Kegelvereine in eine Entscheidung einbezogen. "Wir möchten natürlich, wissen, zu was unsere Vereine bereit sind." Eines sei aber klar: "Die Gesundheit geht vor. Denn unser Klientel gehört, was die Altersstruktur vor allem in den unteren Ligen betrifft, zu den Risikogruppen."

Weidener Kegler ärgern sich

Weiden in der Oberpfalz

Als größtes Problem sieht die BSKV-Präsidentin weniger die Abstandsregel von 1,5 Meter, "die bekommen wir im Kegeln problemlos hin." Vielmehr hätten manche Vereine Schwierigkeiten, auf ihren Bahnen die Hygienevorschriften umzusetzen. Petzel berichtete von Fällen in Bayern, bei denen die Bahnen in diesem Jahr überhaupt nicht geöffnet werden dürfen. Zum Teil würden auch Genehmigungen zur Bahnöffnung verweigert, "weil Ämter nicht den Schwarzen Peter haben wollen." Man sei in engem Kontakt zum Bayerischen Landessportverband (BLSV), der sich wiederum mit dem bayerischen Gesundheitsministerium federführend abstimme. "Wir können keine Glaskugel zur Hilfe nehmen, wann es genau weitergeht", bedauerte Petzel und warb um Verständnis: "Wir wissen, dass viele Fragen offen sind. Manche können wir aber einfach nicht beantworten."

Die Gesundheit geht vor. Denn unser Klientel gehört, was die Altersstruktur vor allem in den unteren Ligen betrifft, zu den Risikogruppen.

Margot Petzel, Präsidentin des BSKV

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