15.12.2019 - 18:05 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Keine Punkte für Weidener Wasserballer

Den Doppelspieltag haben sich die Wasserballer des SV Weiden anders vorgestellt. Sowohl gegen Krefeld als auch Köln springt nichts Zählbares heraus.

Zufrieden sieht anders aus: Die Wasserballer des SV Weiden mussten am Wochenende zwei bittere Heimniederlagen hinnehmen.
von Autor PRGProfil

Aus der anvisierten Revanche für die Pokalniederlage gegen den SV Krefeld 72 wurde am Samstag beim 6:9 nichts. Und am Sonntag verpasste der SV Weiden die Sensation gegen den Tabellenführer, obwohl die Chance dafür erstaunlich groß war. In einem nervenaufreibenden Spiel mit vielen Nickligkeiten unterlagen die Weidener mit 12:14. Jetzt folgt eine fünfwöchige Spielpause, ehe der Ligabetrieb mit der Partie in Düsseldorf fortgesetzt wird.

Bei der Einbuße gegen Krefeld war die Weidener Schwäche im Überzahlspiel einmal mehr ausschlaggebend. Das Pokalspiel vor zwei Wochen eingerechnet, vergaben die SV-Spieler in der Summe alle 22 Überzahlspiele in beiden Begegnungen gegen Krefeld. Mit so einer Quote ist kein Blumentopf zu gewinnen. Ganz anders die Gäste, die konsequent ihre Chancen in Tore verwandelten. Der SV Weiden geriet bereits in der ersten Halbzeit vorentscheidend ins Hintertreffen. Über 0:3 im ersten Spielabschnitt lagen die Aigner-Schützlinge zur Pause mit 1:6 in Rückstand. Mit drei Toren in Folge wurde nach dem Wechsel zwar der Rückstand verkürzt, doch ein Pfostentreffer und verpasste Gelegenheiten in Überzahl stoppten die Aufholjagd. Dagegen trafen die Gäste zum 7:4 und versetzten den aufkommenden Weidener Hoffnungen einen Dämpfer. Auch im Schlussviertel gab es die eine oder andere Möglichkeit, um noch einmal heranzukommen. Doch unterm Strich waren die Hausherren im Abschluss zu harmlos, um dem Gegner noch Paroli bieten zu können. Am Ende mussten die Max-Reger-Städter eine verdiente 6:9-Niederlage verbuchen. "Die Überzahlquote und Chancenverwertung ist im Moment erschreckend schlecht", kritisierte Trainer Thomas Aigner. "Wir müssen sehen, wie wir das abstellen können.

Mit dem Tabellenführer aus Köln wartete wenige Stunden später die nächste schwere Aufgabe auf die Oberpfälzer. Erstaunlich selbstbewusst begann Weiden die Sonntagpartie, von Verunsicherung war wenig zu sehen. Die Weidener hielten trotz einer aggressiven Gangart der Gäste dagegen. Das Auftaktviertel war geprägt von Wasserverweisen auf beiden Seiten, die SV-ler kamen mit dieser Situation besser zurecht und führten mit 4:2. Im zweiten Viertel ging es nicht nur im Becken noch turbulenter zur Sache. Nach dem zwischenzeitlichen 5:3 von Robert Reichert und einem Wasserverweis gegen Nikolaj Neumann, verlor ein Kölner die Fassung und erlaubte sich eine Tätlichkeit. Die fliegenden Fäuste im Wasser führten zu turbulenten Szenen im und außerhalb des Beckens sowiezu einer längeren Spielunterbrechung.

Nachdem die Partie wieder aufgenommen wurde, vergaben die Weidener den verhängten Strafwurf und konnten nur bedingt die vierminütige Überzahl nutzen. Kurz vor der Halbzeitpause war es mit Andreas Widiker der Jüngste im Becken, der mit dem Treffer zum 8:5 den Drei-Tore-Vorsprung wiederherstellte.

Mit unnötigen Härten, vielen Wasserverweisen und überflüssigen Diskussionen am Beckenrand ging die Partie weiter. Das dritte Viertel verloren die SV-ler mit 2:3, zur letzten Pause lagen sie aber mit 10:8 noch in Führung. Im Schlussviertel gingen beiden Mannschaften aufgrund der Foulbelastung die Wechselspieler aus, was die Gäste besser verkrafteten. Mit 2:6 gab der SV Weiden den letzten Spielabschnitt ab und musste somit eine 12:14-Niederlage quittieren.

"Wir sind zunächst einmal froh, dass alle unverletzt geblieben sind und wir das Spiel überhaupt zu noch Ende spielen konnten", erlärte Aigner. "Das war heute leider keine Werbung für unsere Sportart. Solche Szenen haben sowohl im Wasser als auch am Beckenrand nichts zu suchen. Ich muss meinem Team ein großes Lob aussprechen. Als jüngere und körperlich unterlegene Mannschaft haben sich die Spieler nicht einschüchtern aber auch nicht provozieren lassen und sind diszipliniert geblieben." Ein besonderes Lob hatte Aigner für Nachwuchsspieler Andreas Widiker übrig: "Wenn ein 16-Jähriger so ein Spiel besteht und sogar vier Treffer beisteuert, ist das beeindruckend. Solche Spiele sind zwar nicht schön, aber auch diese Erfahrungen brauchen unsere Jungs für ihre Entwicklung."

Wasserball:

SV Weiden: Doppelspieltag

Samstag: SV Weiden - SV Krefeld 6:9 (0:3, 1:3, 3:2, 2:1)

Wasserverweise: Weiden 15, Krefeld 9+Strafwurf – Spieler des Tages: Leo Vogel (Torwart Krefeld) – Zuschauer: 110

Sonntag: SV Weiden - SGW Köln 12:14 (4:2, 4:3, 2:3, 2:6)

Wasserverweise: Weiden 17 plus Spieldauerstrafe, Köln 14 plus Spieldauerstrafe+Spiedauerstrafe mit 4 Minuten – Spieler des Tages: Bohumil Ondraska (Köln) – Zuschauer: 80

SV Weiden spielte mit: Kreiner im Tor, Neumann (2+2 Tore), Alexander Hinz, Toni Hinz, Trottmann, Kick, Denis Reichert, Ströll (0+1), Robert Reichert (3+3), Janecek, Jahn, Ryder (1+2), Widiker (0+4), Guarino und Klein.

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