Weiden in der Oberpfalz
03.01.2020 - 23:15 Uhr

Klatsche für die Blue Devils

Jetzt wird's richtig eng um den Einzug in die Meisterrunde der Eishockey-Oberliga Süd. Während die Weidener am Freitagabend in Deggendorf klar verlieren, rückt Konkurrent Sonthofen bis auf einen Punkt heran.

Die Blue Devils zogen am Freitagabend beim Deggendorfer SC klar mit 3:8 den Kürzeren. Hier schießt Curtis Leinweber zum 4:1 ein, vier Weidener haben das Nachsehen. Bild: Roland Rappel
Die Blue Devils zogen am Freitagabend beim Deggendorfer SC klar mit 3:8 den Kürzeren. Hier schießt Curtis Leinweber zum 4:1 ein, vier Weidener haben das Nachsehen.

Am 29. November 2019 hatten die Blue Devils beim Deggendorfer SC sensationell mit 4:3 gewonnen, am Freitagabend hatten sie keine Chance. Die Weidener verloren beim Tabellenzweiten mit 3:8 (1:2, 0:4, 2:2)."Deggendorf ist ein starker Gegner mit großem Talent, wir sind der Underdog. Meine Mannschaft hat gekämpft bis zum Schluss, aber Deggendorf ist eben besser", sagte Devils-Trainer Ken Latta nach der Partie. "Sehr zufrieden" war DSC-Coach Dave Allison: "Man merkt, dass viele verletzte Spieler wieder zurück sind und das Gefüge wieder besser wird."

Bei den Blue Devils fehlte der am Sprunggelenk verletzte Verteidiger Adam Poldruhak, der DSC musste auf den US-Amerikaner Kyle Osterberg verzichten. Bei Weiden stand Daniel Filimonow an seiner früheren Wirkungsstätte zwischen den Pfosten.

Anschlusstor durch Habermann

Der DEL2-Absteiger begann sehr aggressiv und setzte die Devils unter Druck. Vor allem läuferisch hatte Deggendorf klare Vorteile. Die logische Folge war die 2:0-Führung nach einer Viertelstunde. Als eine Strafe gegen Weiden angezeigt war, traf Stephané Döring (5. Minute), René Röthke (15.) erhöhte. Marco Habermann (17./Überzahl) schürte die Hoffnungen der Gäste auf eine Überraschung, als er im zweiten Powerplay das Anschlusstor erzielte.

Die vagen Hoffnungen waren aber nur von kurzer Dauer. Deggendorf startete nach Wiederbeginn stürmisch und drängte auf eine schnelle Entscheidung. Die Gäste wurden in der eigenen Zone eingeschnürt und phasenweise regelrecht vorgeführt. Dem Kombinationsspiel, vor allem der Top-Reihe mit Thomas Greilinger, Curtis Leinweber und Christoph Gawlik, hatten die Weidener nichts entgegenzusetzen. Das Schussverhältnis von 24:3 in den zweiten 20 Minuten spricht Bände. Jan Pietsch (26./Überzahl), Curtis Leinweber (28.), Andrew Schembri (38./bei 4 gegen 4) und Christoph Gawlik (39.) schraubten das Resultat auf 6:1 hoch. Die einzige Weidener Chance im zweiten Drittel hatte Marco Habermann (35.), der alleine auf den DSC-Goalie zulief, aber scheiterte.

Im Schlussdrittel wechselte Ken Latta den Torwart, für Daniel Filimonow kam Jonas Neffin. Das Match war natürlich entschieden. Auf beiden Seiten fielen noch jeweils zwei Tore: Für Deggendorf traf Curtis Leinweber (49. und 57./Überzahl), für die Blue Devils Daniel Schröpfer (48.) und Barry Noe (60./Überzahl).

Am Sonntag gegen Rosenheim

Im Kampf um die letzten beiden Plätze in der Meisterrunde spitzt sich die Lage zu. Die Selber Wölfe (9./39), die in Rosenheim mit 1:3 verloren, die Blue Devils (10./38) und der ERC Sonthofen (11./37), der den EV Lindau mit 5:2 bezwang, sind vor den letzten beiden Spieltagen nur durch jeweils einen Zähler getrennt. Die Blue Devils müssen unbedingt noch punkten: Sie empfangen am Sonntag (18.30 Uhr) die Starbulls Rosenheim und treten am Dienstag zum Abschluss zum Oberpfalzderby beim EV Regensburg an.

 
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