11.05.2021 - 22:41 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Kommentar zu DFB-Rücktritten: Es ist noch lange nicht vorbei

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Es war eine historische Sitzung des DFB nach den Chaos-Wochen zuletzt. Erste personelle Konsequenzen wurden am Dienstagabend gezogen. Dennoch traut unser Sportredakteur Josef Maier der ganzen Sache nicht so ganz.

Ziemlich beste Feinde: DFB-Präsident Fritz Keller (Mitte) und DFB-Vizepräsident Rainer Koch. Der eine geht wohl nächste Woche, der andere nächstes Jahr. Links sitzt DFL-Boss Christian Seifert.
von Josef Maier Kontakt Profil
Kommentar

Da möchte man echt Mäuschen gewesen sein in diesem großen DFB-Komplex in Frankfurt. Was hätte man da am Dienstag den ganzen Tag mitbekommen? Da saßen "honorige" Männer beisammen, Unternehmer, Richter, Spitzenjuristen. Alles Leute, die es zu etwas gebracht haben in ihrem Leben. Die zufrieden sein könnten mit dem Erreichten. Sie tragen teure Anzüge, sie verkehren nur in besten Kreisen - doch wenn sie in diesen DFB-Gemäuern sind, dann geht's derb zu, dann fallen die Masken. Es dürfte ein Geschacher um Posten gewesen sein, um Fußball ging es wohl nicht. Wenn du zurücktrittst, dann überlege ich vielleicht auch, ob ich gehe. Wenn ich gehe, dann reiße ich dich mit runter. Die Mäuschen dürften den Mund nicht mehr zugekriegt haben vor so lauter Drohungen und Intrigen.

In der DFB-Mitteilung ist wohlfeil formuliert, dass die Herren den Weg für einen Neuanfang freimachen wollen. Doch es ist noch lange nicht vorbei. Keller ist vielleicht Anfang nächster Woche weg, auch Generalsekretär Friedrich Curtius. "Vize" Rainer Koch und Schatzmeister Stefan Osnabrügge sind noch einige Monate im Amt. Da bleibt genug Zeit ...

Der DFB hat sieben Millionen Mitglieder, stolze Mitglieder, die tagtäglich in ihren Ehrenämtern viel für diese Gesellschaft leisten. Und dann sitzen da oben welche, die strotzen vor Eitelkeiten, vor Neid, vor Rachegelüsten. Der Unmut an der Basis ist riesengroß.

Man mag (noch) nicht glauben, dass mit diesem Dienstagabend beim DFB endlich Ruhe einkehrt. Es ist zu befürchten, dass es jetzt erst richtig schmutzig wird.

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