17.05.2020 - 20:41 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Kommentar: Geisterspiele verbreiten keinen Schrecken

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Was war die Diskussion ausufernd und kontrovers vor dem Wiederbeginn in der 1. und 2. Fußball-Bundesliga. Nach dem ersten Geisterspiel-Wochenende bleibt die Erkenntnis: Alles halb so wild, kommentiert Sportredakteur Fabian Leeb.

Der deutsche Profifußball hat das erste Geisterspiel-Wochenende hinter sich.
von Fabian Leeb Kontakt Profil
Kommentar

Als Erkenntnis nach dem ersten Geisterfußball-Wochenende bleibt: So gruselig wie im Vorfeld erwartet, war es dann doch nicht. Die Diskussion über eine vermeintliche Sonderrolle des Fußballs sollte schnell verstummen. Die gibt es doch längst: Welcher andere Sport kann schon von sich behaupten, aus Spielen ohne Zuschauer noch Gewinne zu generieren? Und es wird auch ohne Fans weiter Spiele der Kategorie "Grottenkick" geben, wie es sie auch mit Unterstützung von den Rängen schon zuhauf gegeben hat. Das neue stille Drumherum, samt klar verständlicher Anweisungen auf dem Feld und veränderter Abläufe, wird noch etwas gewöhnungsbedürftig bleiben.

Ein Erfahrungsbericht vom Zweitliga-Geisterspiel Regensburg – Kiel

Regensburg

Rein aufs Sportliche bezogen, zeichnet sich ein Trend ab: Teams, die sich über spielerische Elemente definieren, haben Vorteile. Mannschaften wie auch Jahn Regensburg, die eher über eine ausgeprägte Physis kommen, gerät dagegen die kurze Vorbereitung zum Nachteil. Die Fitness für die nötige Menge an Sprints und Zweikämpfen fehlt schlicht noch. Aber wenn sich die Diskussion künftig auf das Fußballerische an sich fokussiert, legen Geisterspiele endgültig die Maske des Schreckgespensts ab.

Spielbericht SSV Jahn Regensburg – Holstein Kiel

Regensburg

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