04.02.2021 - 22:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Kommentar: Der Trainerwechsel bei den Blue Devils ist eine logische Entscheidung

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Ken Latta ist nicht länger Trainer bei den Blue Devils Weiden. Ihm folgt Kim Collins nach. Angesichts der künftigen Aufgabenteilung ein notwendiger Schritt, kommentiert Sportredakteur Rudi Gebert.

Kim Collins ist der neue Trainer bei den Blue Devils Weiden.
von Rudolf Gebert Kontakt Profil
Kommentar

Ken Latta ist nicht mehr Trainer der Blue Devils Weiden. Die Zeit des Kanadiers, der im Januar 2018 den Tschechen Milan Mazanec abgelöst hatte, an der Bande des Eishockey-Oberligisten ist vorbei. Allerdings nur die an der Bande, denn Latta hat weiterhin die Aufgabe, die Oberpfälzer als Sportlicher Leiter in eine erfolgreiche Zukunft zu führen. Bisher hatte der 58-Jährige beide Ämter in Personalunion ausgeübt.

Die Trennung der Funktionen und die Verpflichtung von Kim Collins als Interimstrainer bis Saisonende ist eine logische Entscheidung. Für eine Person sind beide Ämter auf Dauer nicht zu schultern. Es müssen nämlich Weichen gestellt werden, denn das mittel- bis langfristige Ziel der Spielbetriebs-GmbH heißt Aufstieg in die DEL2.

Doch auch aus rein sportlicher Sicht ist der Trainerwechsel eine logische Entscheidung. Trotz mehr finanzieller Möglichkeiten und einer auf dem Papier stärkeren Mannschaft, klaffen bei den Blue Devils Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander. "Top 6" war das Ziel: Nach 14 Niederlagen in 26 Spielen sind die Weidener 8., 8 Punkte hinter Platz 6. Fehlende Konstanz, Probleme im Spielaufbau, kaum ein funktionierendes Kombinationsspiel, Schwächen in Über- und Unterzahl sowie die von Latta nicht seltene Kritik am Kampfgeist einiger Spieler - eine positive Entwicklung war irgendwie nicht zu erkennen. Zuletzt setzte es sechs Heimpleiten in Folge. In den Sozialen Medien kochten die Emotionen hoch, viele Fans forderten die Entlassung des Trainers.

Latta nannte meist die Coronavirus-Pandemie und das Verletzungspech als Ursachen für die Defizite. Ja, die Blue Devils waren während der Vorbereitung von einer Corona-Welle überrollt worden und mussten in Quarantäne. Ja, sie waren und sind auch von Verletzungen geplagt. Doch diese Probleme hat (fast) jeder Verein: Von Corona zum Beispiel waren mit Ausnahme von Füssen und Selb bereits alle Klubs der Oberliga Süd betroffen.

Mit Kim Collins erhoffen sich die Verantwortlichen einen neuen Impuls für den Rest der Saison, denn das Minimalziel bleibt heuer das Erreichen der Play-offs, notfalls über den Umweg Pre-Play-offs (Platz 7 bis 10).

Hier geht's zum Bericht über den Trainerwechsel bei den Blue Devils Weiden

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