20.10.2019 - 20:18 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Kreisliga-Führungsquartett bleibt sieglos

Obwohl die SpVgg Vohenstrauß daheim gegen den SV Plößberg nicht über ein 0:0 hinauskommt, baut der Topfavorit seine Führungsposition in der Kreisliga Nord weiter aus. Die drei Verfolgerteams patzen allesamt.

Die SpVgg Vohenstrauß (weiße Trikots) und der SV Plößberg trennten sich am Sonntag torlos.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Die SpVgg Vohenstrauß (1./33 Punkte) bleibt trotz des torlosen Remis gegen den SV Plößberg (6./22) in der Kreisliga Nord das Maß aller Dinge. Nach dem dritten Remis der Saison liegt der Topfavorit nun sieben Zähler vor dem FC Weiden-Ost (2./26), der sich eine überraschende Heimniederlage leistete. Der zuletzt schwächelnde FC Dießfurt (9./18) entführte beim 2:1 alle Zähler aus dem Weidener Osten. Auch der TuS-WE Hirschau (3./24) musste sich auf eigenem Platz dem FC Tremmersdorf (8./20) mit 1:2 beugen, und in der Partie SC Kirchenthumbach (4./23) gegen die DJK Weiden (7./21) fielen keine Tore. Im Duell der beiden Kellerkinder feierte der SV Störnstein (13./7) einen wichtigen 2:0-Sieg gegen den FC Luhe-Markt (14./4) und erhält so die Hoffnungen auf den Klassenerhalt am Leben. Der TSV Erbendorf (5./23) erlebt beim 6:2-Kantersieg über den ASV Haidenaab (10./17) mal wieder eine Sandro-Hösl-Show.

TuS-WE Hirschau – FC Tremmersdorf 1:2 (1:1)

Tore: 1:0 (21.) Martin Kügler, 1:1 (41./Foulelfmeter) Christian Ferstl, 1:2 (70.) Christofer Neukam – SR: Sergej Aleschko (SV Kauerhof) – Zuschauer: 102

Eine völlig unnötige Niederlage schenkte sich der TuS/WE im Kirwaspiel ein. Gegen einen taktisch und kämpferisch sehr gut eingestellten FC Tremmersdorf kamen die Hirschauer nur sehr schleppend ins Spiel und mussten der agilen Ferstl-Elf anfangs die Initiative überlassen. Ein herausragender Freistoß-Treffer von Martin Kügler (21.) brachte dann aber Sicherheit ins Spiel der Hausherren. Allerdings legten sie nicht nach. Ganz im Gegenteil: Kurz vor dem Halbzeitpfiff schenkte man den Gästen einen komplett überflüssigen Foulelfmeter, den Spielertrainer Ferstl sicher verwandelte. Im zweiten Abschnitt zeigte sich die Heimelf endlich so, wie man das erhofft hatte: Druckvoll, mit Zug zum Tor – aber Gästetorhüter Alexander Angermann hielt sein Team mehrfach bravourös in der Partie. Tremmersdorf blieb permanent gefährlich und zeigte durch ein gradlinig herausgespieltes Tor (70.), wie man es machen muss. In der Folge drängten die Hausherren vergeblich auf den Ausgleich.

VfB Mantel – DJK Ebnath 3:0 (1:0)

Tore: 1:0 (43./Foulelfmeter) Sebastian Jany, 2:0 (62./Foulelfmeter) Sebastian Jany, 3:0 (87.) Florian Bertelshofer – SR: Lukas Höhn (SV Mistelbach) – Zuschauer: 63 – Bes. Vorkommnis: (42.) Wiederholung des Foulelfmeters, weil Spieler beider Teams zu früh in den Strafraum gelaufen waren

(rmd) Der VfB Mantel wusste, dass er das letzte Heimspiel der Vorrunde gewinnen muss, um den Anschluss ans Tabellenmittelfeld zu schaffen. Entsprechend traten die Gastgeber auf. Bereits nach acht Minuten hatte Florian Bertelshofer die Chance zum 1:0. Mantel erspielte sich mehrere Chancen zur Führung, die jedoch allesamt vergeben wurden. Erst in der 43. Minute war es so weit: Der VfB bekam einen Elfmeter zugesprochen, als ein Abwehrspieler der DJK Koffi Assila im Strafraum zu Fall gebracht hatte. Sebastian Jany erzielte das hochverdiente 1:0. Nach der Pause hatte Mantel weitere Möglichkeiten auf 2:0 zu erhöhen. Es bedurfte eines weiteren Elfmeters, Christian Birner war gefoult worden, um die Führung auszubauen. Jany ließ sich nicht zweimal bitten und verwandelte erneut sicher. Im Anschluss passierte nicht mehr viel. Bertelshofer erzielte kurz vor Schluss den Treffer zum Endstand. Aufgrund vieler Chancen ein verdienter Sieg für den VfB.

SV Störnstein – FC Luhe-Markt 2:0 (2:0)

Tore: 1:0 (2.) Max Weniger, 2:0 (32.) Alexander Hecht – SR: Andreas Betzl (TSV Pressath) – Zuschauer: 300 – Gelb-Rot: (90.+2) Daniel Voxbrunner (Störnstein)

(mkb) Vor einer stattlichen Kirwakulisse erwischte die Schiener-Truppe einen Start nach Maß, als bereits nach zwei Minuten Max Weniger nach toller Vorarbeit von Christian Wittmann den Führungstreffer erzielte. Störnstein übernahm das Kommando und ließ Luhe nicht ins Spiel kommen. Das 2:0 durch Ludwig Hilburger wurde durch eine vermeintliche Abseitsstellung nicht anerkannt. Gleich mit dem nächsten Angriff nach einer halben Stunde erhöhte Alexander Hecht zur vielumjubelten 2:0-Führung, als er, mustergültig von Max Weniger bedient, nur noch einzuschieben brauchte. Kurz vorm Pausenpfiff hatte Christian Wittmann gleich zweimal die Chance zu erhöhen, scheiterte aber jeweils nur knapp. Nach der Pause hatte Luhe mehr vom Spiel, ohne aber gefährlich zu sein. Der heimische SVS hatte seinerseits noch mehrere Gelegenheiten, die Führung auszubauen, konnte aber keinen weiteren Treffer mehr erzielen. Kurz vor Spielende sah Daniel Voxbrunner nach wiederholtem Foulspiel noch die Ampelkarte.

FC Weiden-Ost – FC Dießfurt 1:2 (0:2)

Tore: 0:1 (9.) Martin Sobr, 0:2 (38.) Florian Prantzke, 1:2 (60.) Benedikt Sichert – SR: Thorsten Pentner (Amberg) – Zuschauer: 130

(gil) Einen gebrauchten Tag erlebten die "Ostler". Die Gäste agierten aus einer kompakten Defensive heraus und setzten auf Konter. Dieses Konzept ging voll auf. Nach einem Ballgewinn schalteten die Gäste schnell um, Prantzke setzte Sobr ideal in Szene, der nur noch zum 0:1 einschieben musste. Auch wenn im Anschluss die Heimelf bemüht wirkte, war Dießfurt die gefährlichere Mannschaft. Erst vergab erneut Sobr eine Hundertprozentige, ehe Prantzke den zweiten Konter perfekt in den linken Winkel zum 0:2 vollendete. Die einzige Möglichkeit der Heimelf hatte Siegert, der mit seinem Distanzschuss denkbar knapp scheiterte. In Durchgang zwei drückte die Heimelf die Gäste in deren Hälfte. Sichert markierte nach einer Stunde per Kopf nach einem Standard den Anschlusstreffer. Die "Ostler" wollten den Ausgleich, die Dießfurter verteidigen mit Mann und Maus. In der Schlussminute hatten die heimischen Fans schon den Jubelschrei auf den Lippen, die vielbeinige Gästeabwehr schaffte es aber irgendwie, gegen Sax aus fünf Metern das Leder um den Pfosten zu lenken.

SC Kirchenthumbach – DJK Weiden 0:0

SR: Martin Waßink (TSV Kirchendemenreuth) – Zuschauer: 110 – Rot: (89.) Bernd Kneidl (DJK Weiden) wegen einer Tätlichkeit

(str) In einer umkämpften Kreisligapartie trennen sich beide Mannschaften am Ende verdient torlos. Die Partie fand zumeist im Mittelfeld statt. Sowohl die Gäste vom Flutkanal als auch die Hausherren legten eine sehr gute Abwehrarbeit an den Tag, so dass kaum zwingende Torchancen entstanden. Auf Seiten des SC verfehlte ein abgefälschter Schuss von Strauß das Tor nur knapp, und für die Gäste vergab Toptorjäger Ott einen Freistoß aus aussichtsreicher Position. Nach der Pause das gleiche Bild. Der SCK hatte mehr Ballbesitz, der letzte Pass wurde jedoch immer unterbunden. Nach einem Abpraller im Strafraum hatte Strauß die beste Chance der Partie, sein Abschluss verfehlte jedoch das Tor. Fünf Minuten vor dem Ende kam Fehn für die Gäste in aussichtsreicher Position zum Kopfball, traf jedoch nur das Außennetz. Kurz vor Schluss sah Kneidl in einer ansonsten sehr fairen Partie nach einer Tätlichkeit eine unnötige Rote Karte.

SpVgg Vohenstrauß – SV Plößberg 0:0

SR: Wilhelm Hirsch (SV Floß) – Zuschauer: 150

(mwr) Im zweiten Heimspiel in Folge reichte es für die SpVgg Vohenstrauß nur zu einem Unentschieden. Im ersten Durchgang spielte sich das Geschehen weitgehend im Mittelfeld ab. Die Gäste zeigten sich gut eingestellt und machten der Heimelf das Leben schwer. Mehr als zwei Halb-Chancen durch Bäumler und Bergmann sprangen bis zum Pausenpfiff nicht heraus. Auf der Gegenseite hätte Frank beinahe einen Abwehrfehler zur Gäste-Führung genutzt, und ein Schlenzer von Tretter strich über den Querbalken. Nach dem Wechsel kam die Partie mehr in Schwung. Vohenstrauß spielte nun zielstrebiger und brachte die Gäste-Hintermannschaft öfters in Verlegenheit. Dennoch waren die Abschlüsse zu ungenau, oder Torwart Krapfl war auf der Hut. 20 Minuten vor dem Ende jubelten plötzlich die Gäste, Walter stand bei seinem Abstaubertor aber im Abseits. In der Schlussphase versuchte die Heimelf alles und drängte auf den Siegtreffer. Bergmann besaß dabei fünf Minuten vor dem Ende die größte Chance. Nach toller Vorarbeit von Zäch nahm er den Ball aus sechs Metern direkt, zielte dabei aber zu zentral und Krapfl parierte den Ball mit einem Reflex. So blieb es beim gerechten Remis.

TSV Erbendorf – ASV Haidenaab 6:2 (4:1)

1:0 (3.) Sandro Hösl, 2:0 (7.) Christoph Kastner, 3:0 (10.) Sandro Hösl, 4:0 (15.) Bastian Wiesent, 4:1 (31./Foulelfmeter) Alexander Küffner, 5:1 (47.) Sandro Hösl, 6:1 (53.) Christoph Kastner, 6:2 (85.) Alexander Küffner – SR: Christian Kuhbandner (ATG Tröstau) – Zuschauer: 90

(skm) Der TSV Erbendorf überfiel die Hintermannschaft der Gäste zu Beginn regelrecht und führte nach einer Viertelstunde bereits mit 4:0. Im Mittelpunkt stand dabei wieder einmal Kapitän Sandro Hösl, der zwei Tore selbst erzielte und darüber hinaus noch die Vorlage zum zwischenzeitlichen 2:0 durch Christoph Kastner gab. Haidenaab brauchte zunächst ein wenig, um sich von diesem Schock zu erholen, kam dann jedoch, als das Spiel bereits entschieden schien, durchaus auch zu Möglichkeiten. So verkürzte Küffner immerhin noch vor der Pause per Elfmeter zum 1:4. Nach dem Seitenwechsel erwischte der TSV jedoch erneut einen Blitzstart, erneut war Hösl der Torschütze, nachdem Sturmkollege Wiesent ihn bedient hatte. Christoph Kastner machte mit seinem zweiten Streich nur wenig später den Kantersieg endgültig perfekt. Haidenaab sollte zwar noch ein weiterer Ehrentreffer gelingen, gefährdet war der Sieg der Erbendorfer aber nicht mehr.

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