17.01.2019 - 18:15 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Michael Köllner früh unter Beschuss

Noch vor dem ersten Pflichtspiel des Jahres gegen die Hertha aus Berlin ist die Stimmung beim 1. FC Nürnberg so richtig mies. Die Kritik der Medien zielt vor allem auf Trainer und Sportvorstand. Doch warum eigentlich? Ein Kommentar.

Club-Coach Michael Köllner steht nach dem Trainingslager im spanischen Benahavis schwer in der Kritik.
von Fabian Leeb Kontakt Profil
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Kaum ist die Weihnachtsdekoration weggeräumt, brennt beim 1. FC Nürnberg schon wieder der Baum. Obwohl 2019 noch kein Pflichtspiel absolviert wurde, steht Trainer Michael Köllner bereits schwer unter Beschuss. "Schlechtestes Trainingslager aller Zeiten", "Depression statt Aufbruchstimmung" oder "Keine Neuzugänge in Sicht" titelten Medien, die das Club-Trainingslager im spanischen Benahavis aus nächster Nähe verfolgten. Zudem sei die Stimmung in der Kabine kontra Köllner gekippt. Doch woher die Aufregung?

Der Club überwinterte auf Platz 18 - Tabellenletzter zur Saison-Halbzeit, diese Konstellation musste man schon vor dem ersten Saisonspiel auf dem Zettel haben. Es ist nach wie vor kein Geheimnis, dass der Kader nur bedingt Bundesliga-Ansprüchen genügt und sich im Winter kaum Spieler auf dem Markt tummeln, die dem FCN sofort weiterhelfen oder zu bezahlen sind. Wenn man sieht, mit welcher finanziellen Power die anderen Kellerkinder Hannover oder Stuttgart aufrüsten, welche Möglichkeiten ein FC Schalke besitzt, dann erscheint der direkte Klassenerhalt als das noch größere Wunder im Vergleich zum Aufstieg 2018.

Dem Club bleibt nur ein Rezept, das sich schon so mancher Underdog erfolgreich gemixt hat: Schulterschluss mit den Fans, eine Einheit aus Trainer, Manager und Mannschaft, keine unnötigen Punktverluste gegen direkte Konkurrenten und ein erfolgreicher Jahresauftakt am Sonntag daheim gegen Berlin. Dann gibt es eine, zugegeben eher kleine Chance, dass der FCN auch 2019 Weihnachten als Erstligist feiert.

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