23.10.2020 - 13:42 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Spielabbruch: FC Weiden-Ost und SpVgg Neustadt/Kulm legen Streit bei

Der Spielabbruch in der Kreisklassenpartie zwischen dem FC Weiden-Ost II und der SpVgg Neustadt/Kulm hatte hohe Wellen geschlagen. Nun ist der Zank beigelegt.

Der Ball kann wieder rollen zwischen dem FC Weiden-Ost II und der SpVgg Neustadt/Kulm. Beide Vereine haben sich im Streit um den Spielabbruch wieder versöhnt.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

Vereinsvertreter des FC Weiden-Ost und der SpVgg Neustadt/Kulm trafen sich am Donnerstagabend, um die Gründe für den Abbruch des Kreisklassenspiels am 10. Oktober zu diskutieren und den entstandenen Streit zu schlichten. In dem betreffenden Spiel war es Mitte der zweiten Halbzeit zum Eklat gekommen. Beim Stand von 2:0 für Neustadt soll ein Gästespieler einen jungen FC-Akteur mit arabischer Herkunft rassistisch beleidigt haben. Daraufhin entschloss sich die Weidener Mannschaft, das Spiel nicht mehr fortzusetzen, um ein Zeichen im Kampf gegen Rassismus zu setzen. Dem Schiedsrichter blieb nichts anders übrig, als die Begegnung abzubrechen. Dass eine rassistische Beleidigung durch einen ihrer Spieler stattgefunden hat, hatte die SpVgg Neustadt/Kulm strikt verneint.

An dem Runden Tisch am Donnerstagabend nahmen auch Vertreter des Bayerischen Fußballverbandes teil. Dabei handelte es sich um Bezirksvorsitzenden Thomas Graml, Kreisvorsitzenden Albert Kellner und Sportgerichtsvorsitzenden Lorenz Gebert. Letzterer äußerte sich allerdings nicht zur Sache und war nur stiller Zuhörer.

In einer gemeinsamen, schriftlichen Stellungnahme teilten beide Vereine nun folgendes mit:

"Die Vereinsvertreter sowie die betroffenen Spieler des FC Weiden-Ost und der SpVgg Neustadt am Kulm haben sich zusammen mit Vertretern des BFV an einen Tisch gesetzt, um das Thema rund um den Spielabbruch beim Spiel der beiden Vereine aufzuarbeiten. Der FC Weiden-Ost betonte sehr klar, dass mit dieser Aktion ein generelles Zeichen im Kampf gegen Rassismus gesetzt werden sollte. Dem Spieler der SpVgg Neustadt am Kulm tut es leid, dass dies zu einem Spielabbruch führte, machte aber auch deutlich, dass er niemanden rassistisch beleidigt hat. Der Spieler des FC Weiden-Ost nahm die Entschuldigung an. Das Gespräch verlief sehr sachlich und sportlich fair. Beide Vereine distanzieren sich ausdrücklich von jeglicher Form von Rassismus. Für beide Vereine ist dieses Thema somit abgeschlossen und erledigt."

Spielabbruch erhitzt Gemüter

Weiden in der Oberpfalz

Noch nicht erledigt ist der Fall allerdings für das Sportgericht. Das Gremium muss noch über die Spielwertung und eventuelle persönliche beziehungsweise Vereinsstrafen entscheiden.

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