17.09.2021 - 21:57 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

SpVgg SV Weiden erkämpft sich Heimsieg gegen Kareth-Lappersdorf

Die Max-Reger-Städter ziehen an der Tabellenspitze der Landesliga Mitte weiter einsam ihre Kreise. Dennoch war der Heimsieg gegen Kareth-Lappersdorf ein hartes Stück Arbeit. Zudem gab es zwei Saisondebüts.

Kuschelstunde im Sparda-Bank-Stadion: Die Spieler der SpVgg SV Weiden herzen Chousein Chousein (Zweiter von rechts), dessen eigentlich harmlosen Abschluss sich der Karether Keeper selbst ins Tor boxte.
von Sebastian SchellProfil

Einen Arbeitssieg feierte die SpVgg SV Weiden in der Landesliga Mitte am Freitagabend. Mit 2:1 (1:0) erkämpfte sich die Elf von Andreas Scheler die Punkte 32 bis 34 dieser Saison. Trotzdem musste Weidens Übungsleiter nach der Partie erst einmal durchschnaufen: „Das war harte Arbeit, und wir hatten auch ein wenig Glück. Wir haben uns durchgekämpft.“ Scheler änderte seine Startformation auf drei Positionen. Erol Özbay stürmte für den gesundheitlich geschwächten Josef Rodler, Chousein Chousein nahm die Position des verletzten Michael Busch ein und im Tor startete Michael Heisig für Marco Smodlaka. „Ich habe immer betont, dass wir zwei gute Keeper haben. Michael hat sich diesen Einsatz mit guten ersten Wochen bei uns verdient“, sagte Scheler zum Debüt des Amberger Last-Minute-Neuzuganges.

Die erste Hälfte verlief ausgeglichen und spielte sich zumeist zwischen den Strafräumen ab. Die SpVgg SV machte sich mit ungenauem Passspiel das Leben schwer, und so war es Kareth, die immer wieder, vor allem über rechts, gute Aktionen kreierten. Richtig gefährlich wurde es aber nur durch Weidener Akteure. Zuerst klatschte ein Schuss von Nico Argauer von der Strafraumkante an den Pfosten (31.), und nur wenig später vertändelte Andrea Nocerino nur allzu lässig im eigenen Strafraum den Ball. Der Schuss von Aaron Bice wurde aber abgeblockt (34.).

Der Spielverlauf konnte eigentlich zur Pause nur ein torloses Remis auf die Anzeigetafel bringen, wäre da nicht Gästetorwart Thomas Rachner gewesen. Einen harmlosen Ball aus dem Halbfeld von Chousein bugsierte sich der Lappersdorfer Kapitän selbst hinter die Linie und verschaffte der Heimelf die schmeichelhafte Halbzeitführung (43.). „Die erste Hälfte war träge und ungenau. Da können wir froh sein, irgendwie in Führung gegangen zu sein. Kareth war die erwartet unangenehme Aufgabe“, analysierte Scheler.

Und dabei blieb es auch nach dem Seitenwechsel. Eine schöne Freistoßvariante von der linken Seite verwandelte Michael Gröschl am langen Pfosten per Kopf zum Ausgleich (60.). Keiner der beiden Kontrahenten schaffte es, sich ein klares Übergewicht zu erspielen, zudem wurde die Partie schneller und deswegen auch interessanter. Den entscheidenden und letzten Nadelstich hatten aber, wie so oft in dieser Spielzeit, die Max-Reger Städter.

Zunächst scheiterte Argauer mit einem Handelfmeter an Keeper Raschner, die darauffolgende Ecke sorgte aber für den Siegtreffer. Erneut, wie in der Vorwoche, war es Kapitän Stefan Graf, der goldrichtig stand und den Ball per Kopf zum 2:1-Siegtreffer ins lange Eck verlängerte. In der Schlussphase feierte zudem noch Benjamin Werner nach langer Verletzungspause sein Comeback.

Statistik

SpVgg SV Weiden – TSV Kareth-Lappersdorf 2:1 (1:0)

SpVgg SV Weiden: Heisig – Nocerino, Kopp, Helleder, Heinl, Graf, Chousein (78. Rodler), Lang, Argauer, Özbay (56. Zeitler), Vasilic (86. Werner)

TSV Kareth-Lappersdorf: Rachner – Witzmann, Gröschl, Ludwig (71. Moser), Kessner, Hofner, Amann, Köppel, Onwudiwe, Bice, Ebert (78. Ludwig)

Tore: 1:0 (43.) Chousein Chousein, 1:1 (59.) Michael Gröschl, 2:1 (76.) Stefan Graf – SR: Peter Frank (Uttenreuth) – Zuschauer: 564 – Bes. Vorkommnis: (75.) TW Rachner (Kareth) hält Handelfmeter von Argauer

Immer öfter taucht in den Spielberichtsbögen statt des Namens "keine Angabe" auf

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