Ein optimaler Start in den September und ein gelungener Abschluss der vielen Englischen Wochen im August gelangen der SpVgg SV Weiden am gestrigen Freitagabend. Zwar war beim 3:1-Erfolg gegen den VfB Straubing nicht alles Gold was glänzt, dennoch zählt am Ende nur die optimale Punktausbeute von drei Zählern. „Das war heute natürlich viel enger als nötig, weil wir uns das Leben selber schwer gemacht haben, aber zum Schluss zählt, dass wir unseren erwarteten Heimsieg eingefahren haben“, fasste SpVgg-SV-Trainer Andreas Scheler die Partie zusammen.
Dabei erkannte der Weidener Chefcoach richtig, dass seine Elf keine Galavorstellung gegen defensiv eingestellte Gäste auf den Rasen brachte. Die Wasserwerkelf setzte mit Marko Smodlaka auf den bewährten Torhüter der letzten Wochen, Last-Minute-Neuzugang Michael Heisig stand noch nicht im Kader. Zudem setzte Scheler mit Erol Özbay auf ein erst 17-jähriges, belebendes Offensivtalent in der Startaufstellung. Die Spielphilosophie beider Teams war in den über 90 Minuten deutlich erkennbar. Während der Spitzenreiter mit klar strukturiertem Kombinationsspiel glänzen wollte, igelte sich der Tabellenvorletzte in seiner Hälfte ein und suchte sein Glück mit weiten Bällen. Einen dieser „Hoch-und-Weit-Versuche“ vollendete Straubings Ahmed Ahmedov nach einem Stellungsfehler in der Weidener Viererkette zum überraschenden 0:1 (18.). „Wir sind da müde und schläfrig in die Partie gekommen, haben uns aber in der entscheidenden Phase dann gefangen. Man muss aber auch sagen, dass sich Straubing sehr intensiv und stark gewehrt hat“, analysierte Scheler die erste Hälfte. In dieser agierte die SpVgg SV mutiger und drängte vehement auf den Ausgleich. Die ersten 45 Minuten waren schon so gut wie verstrichen, als Josef Rodler fast mit dem Halbzeitpfiff nach Vorlage von Michael Busch den 1:1-Pausenstand erzielte.
Spätestens jetzt war seitens der Wasserwerkelf eine klare Dominanz zu erkennen, die Busch nur sechs Minuten nach dem Wechsel auch auf die Anzeigetafel brachte. Eine Vorlage von Niklas Lang verwandelte er trocken zu seinem vierten Saisontreffer zum 2:1 (51.). Was folgte war eine lange Phase von viel Ballbesitz, aber wenig Durchschlagskraft der SpVgg SV Weiden und viel Defensivarbeit des VfB Straubing. Natürlich hatte die Scheler-Elf genügend Chancen zur Entscheidung, dennoch schaffte es der VfB mit langen Bällen immer wieder, die Heimelf in Verlegenheit zu bringen. Am Ende war es der zuvor glücklose Nikola Vasilic, der in der 90. Minute den Deckel auf eine Partie packte, die der SpVgg SV den 9. Sieg im 10. Saisonspiel brachte. Jetzt heißt es endlich einmal durchschnaufen, denn die nächste Landesligapartie steht für die SpVgg SV erst am nächsten Samstag beim TSV Wacker Neutraubling an.
Statistik
SpVgg SV Weiden – VfB Straubing 3:1 (1:1)
SpVgg SV Weiden: Smodlaka – Heinl (57. Kopp), Nocerino, Helleder, Zeitler (83.Bernkopf), Graf, Busch, Lang, Özbay, Rodler (86.Kipry), Vasilic
VfB Straubing: Bauer – Langwa (66. Riederer), Mrozek (82. Demir), Meier, Angelov, Ahmedov, Bonev (41. Koshi), Schmid, Weber (71. Silva), Jobst, Schinnerl
Tore: 0:1 (18.) Ahmed Ahmedov, 1:1 (45.) Josef Rodler, 2:1 (51.) Michel Busch, 3:1 (90.) Nikola Vasilic – SR: Tobias Glashauser (Wallersdorf) – Zuschauer: 440















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