Teufelskerl Jaroslav Hübl rettet den Blue Devils den Sieg

Weiden in der Oberpfalz
20.01.2023 - 22:36 Uhr

Das war erneut ein hartes Stück Arbeit für die Blue Devils Weiden: Beim SC Riessersee gewinnt der Spitzenreiter der Oberliga Süd mit 2:1 nach Penaltyschießen, der Erfolg hängt aber lange Zeit am seidenen Faden. Der Sieggarant steht im Tor.

Goalie Jaroslav Hübl (links, Szene aus dem Heimspiel gegen Riessersee) und Elia Ostwald (Mitte) hatten gegen starke Garmischer alle Hände voll zu tun. Doch vor allem der Weidener Schlussmann zeigte sich in blendender Verfassung.

50 Minuten lang sah es im Garmischer Olympia-Eissport-Zentrum so aus, als geriete der bislang so fehlerfrei schnurrende Motor der Blue Devils Weiden ins Stocken. Doch Edgars Homjakovs mit dem Ausgleich, Tomas Rubes mit dem entscheidenden Penalty und ein bärenstarker Goalie Jaroslav Hübl sorgten letztendlich doch noch für den 2:1 (0:1, 0:0, 1:0, 0:0)-Sieg nach Penaltyschießen für den Spitzenreiter der Eishockey-Oberliga Süd beim SC Riessersee. Die Gastgeber hatten sich den einen Zähler aufgrund einer starken Vorstellung verdient, wenngleich die Weidener den Sieg mit einer Leistungssteigerung während der hochklassigen Partie erzwangen.

Für die erkrankten Fabian Voit und Robert Hechtl rückten Chad Bassen und Philipp Siller in die vierte Reihe an die Seite von Marius Schmidt. Aber an diesen Umstellungen dürfte es nicht gelegen haben, dass die Weidener in den ersten 20 hochintensiven Minuten große Probleme mit dem SCR hatten. Nach vorne fehlte es an Tempo, Zielstrebigkeit und Präzision, dazu hatte die Defensive mit den quirligen Hausherren alle Hände voll zu tun. Dass es nach dem Treffer von Aziz Ehliz (15.) nur 0:1 stand, war einzig und allein dem überragenden Jaroslav Hübl im Devils-Gehäuse zu verdanken.

Im Mitteldrittel ging es in atemberaubendem Tempo weiter, beide Teams lieferten sich einen richtig guten Fight. Einziger Unterschied zum ersten Drittel: Diesmal waren die Blue Devils stärker, und mit zunehmender Spielzeit erarbeiten sie sich auch Einschussmöglichkeiten. Doch einmal rettete der Pfosten für Garmisch, und auch Daniel Allavena im SCR-Gehäuse zeigte, dass er seinem Gegenüber in nichts nachsteht. Er parierte unter anderem einen Penalty von Chad Bassen, der zuvor bei einem Alleingang gefoult worden war, und wehrte auch sonst alles ab, was auf sein Tor abgefeuert wurde. Somit blieb es auch nach 40 Minuten beim knappen Rückstand für den Tabellenführer.

Auch in den letzten 20 Minuten ging es munter hin und her, Chancen gab es in Hülle und Fülle, zweimal wackelte auf beiden Seiten nur das Außennetz, und die Goalies Hübl und Allavena erwiesen sich weiter als wahre Meister ihres Fachs. Zehn Minuten vor dem Ende war es Edgars Homjakovs, der den Bann brach. Der Weidener Top-Scorer versenkte den Puck bei einer 2-gegen-1-Situation im Garmischer Kasten – der Teufelskerl Allavena war bezwungen. Der Siegtreffer wollte keiner Mannschaft mehr gelingen, so dass es in die Verlängerung ging.

Dort ging es vogelwild zur Sache, es hagelte Strafzeiten, die Blue Devils agierten lange in Unterzahl, doch ein Treffer wollte den Hausherren trotz des Vorteils nicht gelingen. Im Penaltyschießen avancierte Hübl im Weidener Tor endgültig zum Mann des Tages, der 40-jährige Tscheche entschärfte alle vier Garmischer Versuche. Für die Blue Devils traf dagegen Tomas Rubes zum Sieg.

Statistik:

SC Riessersee – Blue Devils Weiden n. P. 1:2 (1:0, 0:0, 0:1, 0:0, 0:1)

  • Riessersee: D. Allavena - Hyrvänen, L. Allavena, Pietsch, Killins, Schmid, Mayr - Verelst, Kircher, Höller, Slezak, Soudel, Dibelka, Maurer, Chyzowski, Oswald, Ehliz, Wolf, Cimmermann
  • Weiden: Hübl - Ostwald, Davis, Herbst, Schusser, Schreyer, Schug - Heinisch, Rubes, Gläser, Samanski, Homjakovs, Kechter, Ribarik, Nagtzaam, Thielsch, Schmidt, Bassen, Siller
  • Tore: 1:0 (15.) Ehliz (Cimmermann), 1:1 (50.) Homjakovs (Samanski), 1:2 (65.) Rubes (Penalty) - SR: Haas, Rajic - Zuschauer: 1150 - Strafen: Riessersee 10, Weiden 12
 
 

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