07.06.2020 - 15:35 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Thomas Graml zur Saison-Absage: "Die logische Konsequenz"

Diesen Artikel lesen Sie mit
Was ist OnetzPlus?

Der Bayerische Fußball-Verband sagt die Saison 2020/21 frühzeitig ab, um ausreichend Spielraum für die Beendigung der aktuell unterbrochenen Spielzeit zu haben. Noch bleiben Fragen offen, wie Bezirksvorsitzender Thomas Graml erläutert.

Nach wie vor bleibt unklar, wann die Anhänger in Bayern wieder Amateurfußball zu sehen bekommen.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Niemand weiß aktuell, wie es mit dem Amateurfußball in Bayern weitergeht, wenn in Pandemie-Zeiten wieder Mannschaftssport unterhalb des Profibereichs erlaubt sein wird. Auch der Bayerische Fußball-Verband nicht. Doch der BFV verschafft sich mit der vorzeitigen Absage der Spielzeit 2020/21 immerhin die größtmögliche Flexibilität, um die aktuelle Saison 2019/20 auf jeden Fall zu Ende bringen zu können. Dies tat der Verband am Samstag in einer Pressemitteilung kund. "Wir wissen aktuell nicht, ob wir überhaupt wie geplant am 1. September wieder loslegen dürfen. Der Verband steht mit dem Innen- und dem Gesundheitsministerium im steten Austausch. Von dort heißt es immer: ‚Seid nicht zu optimistisch.‘ Da werden wir schon noch gebremst", sagte Bezirksvorsitzender Thomas Graml gegenüber Oberpfalz-Medien. Für einen Wiederbeginn sei zunächst die Voraussetzung zu schaffen, dass Mannschafts-Kontakt-Training wieder erlaubt wird. "Da wir den Vereinen im Idealfall eine Vorlaufzeit von 5 bis 6 Wochen geben wollen, müssen wir bis Mitte Juli wissen, was Sache ist."

Hier geht's zur Pressemitteilung des Bayerischen Fußball-Verbands

Weiden in der Oberpfalz

Mit der Verlängerung der Saison 19/20 ins Jahr 2021 hinein verfügt der BFV nun über genügend Puffer, um auf einen späteren Wiederbeginn oder eine erneute Unterbrechung im Fall einer zweiten Welle reagieren zu können. "Selbst wenn es erst im März oder April 2021 weitergeht, bleibt noch ausreichend Zeit, die aktuell unterbrochene Saison zu beenden", rechnete Graml vor. Für den Bezirksvorsitzenden ist die frühzeitige Weichenstellung, die eine Lösungs-Arbeitsgruppe (LAG) erstellt hat, die "logische Konsequenz", weil eine noch irgendwie reingequetschte Saison 20/21 "die Vereine überfrachtet" hätte. Bleibt die Frage, wie die spielfreie Zeit bis zum Start der Spielzeit 2021/22 im Herbst 21 überbrückt wird, falls die aktuelle Saison wie vorgesehen im März oder April 21 beendet werden kann. "Auch das wird eine LAG jetzt erarbeiten. Ich könnte mir etwa vorstellen, dass die aktuell noch gültige Auf- und Abstiegsregelung außer Kraft gesetzt und durch lukrative Play-offs und Play-downs ersetzt wird", erläuterte Graml nur eine mögliche Option. Das letzte Wort hätten aber die Vereine. Und die haben jetzt noch genügend Zeit, sich darüber Gedanken zu machen.

Für Sie empfohlen

 

 

Videos

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.