19.06.2021 - 06:00 Uhr
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Auf nach Wembley: Schade, Lewa!

Dem derzeit besten Mittelstürmer der Welt, Robert Lewandowski, droht bei der EM das frühe Aus. Denn gegen wütende Spanier wird Polen wenig reißen. Für das Turnier ist das ein Verlust, findet Nicht-Bayernfan Florian Bindl.

Bayern-Star Robert Lewandowski droht mit Polen schon wieder ein frühes Turnier-Aus. Der Frust im Land ist groß.
von Florian Bindl Kontakt Profil

Noch habe ich mich nicht daran gewöhnt. Der 41-Tore-Mann Robert Lewandowski, schon verrückt. Selbst ein Nicht-Bayernfan muss, wenngleich zähneknirschend, anerkennen, dass es ein Genuss ist, diesem Stürmer zuzuschauen. Schade, dass von ihm bei dieser EM wenig zu sehen sein wird. Nach der eher peinlichen Auftaktpleite gegen die Slowakei mussten die Polen einen Schwall an Kritik ertragen. Vor allem aber Topstar Lewandowski. Er sei "einer der Schwächsten" gewesen. Eine polnische Zeitung behauptete gar, der Bayern-Stürmer sei endgültig "erloschen". Lewa nur noch auf Sparflamme? Naja, für 20, 30 Buden in der Bundesliga wird´s schon noch reichen.

Den Polen nützt das freilich wenig, ihnen steht das frühe Aus bevor. Sie haben am Samstag mit Spanien einen Gegner vor der Brust, der sein Auftaktspiel selbst vergeigt hat (Nullnummer gegen Schweden) und keine Extra-Motivation braucht. Legen Lewandowski und Co. gegen Spanien erneut einen derart mut- und lustlosen Kick hin, dann verkümmert nicht nur der Stürmerstar, sondern auch die polnische Hoffnung aufs Achtelfinale. Gegen wütende Spanier sind müde Polen chancenlos. Die EM wird dann schon nach der Gruppenphase auf den derzeit besten Mittelstürmer der Welt verzichten müssen. Nicht das erste Mal: Schon bei der WM 2018 und der EM 2012 war nach der Gruppenphase für die Polen Schluss. 2014 in Brasilien waren sie gar nicht erst dabei.

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