15.11.2018 - 16:58 Uhr
OTon

Beim Kaffee endet der Spaß

Bewusster Einkaufen, Kochen und Essen ist ein guter Vorsatz. Das ist oft auch gar nicht so schwer, doch beim Kaffee ist, zumindest bei mir, die Grenze erreicht.

Auf meinen Morgenkaffee kann ich nicht verzichten.
von Matthias Schecklmann Kontakt Profil

Sich nur von regionalen Produkten ernähren, ist ganz schön anstrengend und das Einkaufen dauert ewig. Diese Erfahrung habe ich in den letzten Wochen gemacht. Eine Bekannte zieht das bereits seit zehn Jahren durch. Ich finde das beeindruckend und habe mir Gedanken über meine Ernährung gemacht. Jeder weiß, dass Obst und Gemüse besser sind als Fast Food. Auch, dass es besser ist den einheimischen Apfel zu kaufen als die Avocado aus Peru oder die Ananas aus Costa Rica leuchtet mir ein. Nicht jeden Tag Fleisch zu essen ist auch kein Weltuntergang für mich. Ganz darauf verzichten möchte ich aber nicht.

Seit Wochen versuche ich vor allem deutsche und regionale Produkte zu kaufen. Funktioniert bisher ganz gut. Meine Bekannte hat mir ein paar Rezepte gezeigt. Dennoch ist mir klar, dass ich kein Vegetarier mehr werde. Aber etwas bewusster zu essen, schadet nicht. Auf ihren Hinweis, dass auch mein Kaffee nicht aus Deutschland kommt und damit die Umwelt belastet, muss ich allerdings schmunzeln. Wir wollen es ja nicht übertreiben. Ich kann es meinen Mitmenschen und mir nicht antun, den Tag ohne eine Tasse Kaffee zu beginnen. Als Alternative schlug meine Bekannte einen Tee aus einheimischen Pflanzen, wie Brennnesseln oder Früchten vor. Allerdings ist das für mich nur heißes Wasser mit Geschmack und ich bin im Moment weder krank noch hat es minus 20 Grad. Das sind für mich nämlich die einzigen Situationen, in denen ich Tee für sinnvoll halte. Und meine Tasse Kaffee ersetzt ein solcher Tee nicht mal ansatzweise.

OTon:

Wir sind junge Mitarbeiter der Oberpfalz-Medien. In unserer Kolumne „OTon“ schreiben wir einmal in der Woche über das, was uns im Alltag begegnet – was wir gut finden, aber auch, was uns ärgert. Dabei geht es weniger um fundierte Fakten, wie wir sie tagtäglich für unsere Leser aufbereiten, sondern um unsere ganz persönlichen Geschichten, Erlebnisse und Meinungen. Wir wollen zeigen, dass nicht nur in Hamburg, Berlin oder München Dinge passieren, die uns junge Menschen bewegen. Alle Teile dieser Kolumne sind zu finden unter onetz.de/oton.

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