30.04.2020 - 17:01 Uhr
OTon

Von Jogginghosenverbot und Telefonkaffee

Homeoffice ist wegen des Coronavirus für viele zum Alltag geworden. Prompt geben in den Sozialen Medien sogenannte Experten Ratschläge. Im OTon erzählt Anne Sophie Vogl warum es für sie okay ist, manche Regeln zu brechen.

Im Homeoffice zu arbeiten fällt manchen leichter, manchen weniger. Im Internet kursieren derzeit allerlei Tipps, wie man sich am besten bei der Arbeit zu Hause verhält.
von Anne Sophie Vogl Kontakt Profil

Überall in den Sozialen Medien sieht man zurzeit Tipps für das Arbeiten im Homeoffice. Die Regel, die dabei immer zu vorderst auftaucht: Keine Jogginghose. "Ziehe dich so an, als würdest du in die Arbeit gehen", raten die Experten. Das heißt Minimum eine Jeans, vielleicht eine Bluse, die Haare zu so was Ähnlichem wie einer Frisur zusammenwurschteln und etwas Makeup. Ein, zwei, maximal drei Tage ist das noch irgendwie lustig, doch schnell stellt man sich die Frage: Für was und für wen? Für sich selbst? Danke, aber nein Danke. Mit Jogginghose geht's mir ganz gut. Regel Nummer Zwei: Kleinere Pausen machen und für frische Luft und Bewegung sorgen. Das klingt gut! Gerade jetzt im Frühling ist das Wetter oft richtig schön. Eine Runde um den Block vertreibt den Homeoffice-Blues und macht frisch für die weiteren Aufgaben des Tages.

Nächste Homeoffice-Regel: Sorge für eine professionelle Umgebung. Heißt das etwa, dass die Kuscheldecke und die Katze auf dem Schoß wegmüssen? Das ist dann doch ein bisschen zu viel verlangt. Es wird auch empfohlen regelmäßig während der Arbeit aufzustehen. Die Wanderungen zum Kühlschrank wären damit also auch gerechtfertigt, perfekt! Der Grund dahinter ist natürlich ein anderer. Die Wenigsten haben einen ergonomischen Bürostuhl daheim. Gerade in kleineren Wohnungen sind das Sofa oder der Esstisch die einzigen Sitzmöglichkeiten. Öfter mal aufstehen ist da doppelt gut für den Rücken.

Ein fünfter Tipp besagt, dass man sich mit den Kollegen zum Telefonkaffee verabreden soll. Der Plausch in der Mittagspause, auf dem Flur oder in der Betriebsküche kann einem in Isolation schon fehlen. Umso wichtiger ist es, auch privat mit befreundeten Kollegen Kontakt zu halten und nicht nur rein berufliche Gespräche zu führen. Nicht alle Regeln für das Homeoffice sind also zwingend zu befolgen, um gute Arbeit zu leisten. Manche sind aber wirklich sinnvoll und tun gut. Meiner Meinung nach ist es am wichtigsten, für sich selbst die besten Gewohnheiten und die eigene Routine zu finden, um aus dieser verrückte Zeit das Beste zu machen. Also ja zur Jogginghose und ja zu regelmäßiger Bewegung und zum Kaffee-Tratsch mit Kollegen, denn das funktioniert, zumindest für mich.

Beate Luber beschreibt in ihrem OTon ihr Leben zu Zeiten der Ausgangsbeschränkungen

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OTon:

Wir sind junge Mitarbeiter der Oberpfalz-Medien. In unserer Kolumne „OTon“ schreiben wir einmal in der Woche über das, was uns im Alltag begegnet – was wir gut finden, aber auch, was uns ärgert. Dabei geht es weniger um fundierte Fakten, wie wir sie tagtäglich für unsere Leser aufbereiten, sondern um unsere ganz persönlichen Geschichten, Erlebnisse und Meinungen. Alle Teile dieser Kolumne sind zu finden unter onetz.de/oton.

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