15.05.2020 - 09:59 Uhr
OTon

Kollegen, ich vermisse euren Kaffee!

Nach acht Wochen im Homeoffice beginnt Eva-Maria Hinterberger die Arbeit in der Redaktion zu vermissen. Vor allem fehlt ihr dabei Kaffee. Das wäre nicht ungewöhnlich, wenn sie Kaffee mögen würde.

Frischer Kaffee riecht wundervoll.
von Eva-Maria Hinterberger Kontakt Profil

Seit fast zwei Monaten sitze ich jetzt im Homeoffice. Und wisst ihr, was ich total vermisse? Also mal von den Kollegen, einem normalen Alltag und einem ordentlichen Schreibtischstuhl abgesehen? Kaffee.

Wer mich kennt, denkt jetzt, ich bin komplett verrückt. Denn: Ich mag doch gar keinen Kaffee. Zumindest nicht in flüssiger Form. Weder schwarz, noch mit Milch, noch mit Zucker. Einfach gar nicht. Morgens trinke ich viel lieber schwarzen Tee, nachmittags ein Spezi.

Ich kann mich noch sehr gut an das letzte Mal erinnern, als ich Kaffee getrunken habe: Es war ein großer Cappuccino von McDonalds vor ungefähr zehn Jahren. Den ich auch nur runtergekippt habe, weil ich für eine lange Autofahrt wach bleiben musste. Pfui!

Sobald es aber Kaffee in fester Form gibt, bin ich sofort dabei: Schokolade mit Kaffeegeschmack? Her damit! Tiramisu? Njomnjomnjom! Und Espressobohnen im Schokomantel? Schneller weg, als meine Mitmenschen bis drei zählen können.

Noch mehr liebe ich aber den Geruch von frisch gebrühtem Kaffee. Vor allem am Morgen. Wer aber keinen Kaffee trinkt, der kocht auch keinen Kaffee. Ich lebe in einem kaffeefreien Haushalt. Meine Kollegen hingegen sind Quelle eines permanenten Kaffeedufts. Sie machen dem Klischee des koffeinsüchtigen Journalisten alle Ehre - im Gegensatz zu mir. Einer hat immer eine Tasse mit diesem schwarzen Zeug in der Hand, in der Luft rund um meinen Schreibtisch hängt also immer ein bisschen Kaffeegeruch. Und nun bin ich seit fast zwei Monaten auf Entzug.

Ja, liebe Kollegen, ihr fehlt mir. Noch mehr fehlen mir aber eure vollen Kaffeetassen.

Kaffee: Die verschiedenen Bohnen

Oberpfalz
OTon:

Wir sind junge Mitarbeiter der Oberpfalz-Medien. In unserer Kolumne „OTon“ schreiben wir einmal in der Woche über das, was uns im Alltag begegnet – was wir gut finden, aber auch, was uns ärgert. Dabei geht es weniger um fundierte Fakten, wie wir sie tagtäglich für unsere Leser aufbereiten, sondern um unsere ganz persönlichen Geschichten, Erlebnisse und Meinungen. Alle Teile dieser Kolumne sind zu finden unter onetz.de/oton.

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