07.01.2021 - 11:47 Uhr
OberpfalzOTon

Filme statt Fußball

Seiner Leidenschaft Fußball kann Kollege Matthias Schecklmann wegen der Corona-Pandemie gerade nicht nachgehen. Im Lockdown hatte er daher Zeit, einige gute Filme zu sehen.

Kollege Matthias Schecklmann hat im Lockdown einige Filme für sich entdeckt.
von Matthias Schecklmann Kontakt Profil

Die Corona-Pandemie hat mir meine liebste Freizeitbeschäftigung Groundhopping – das Besuchen großer und kleiner Fußballplätze- und stadien – genommen. Durch den Lockdown und die nächtliche Ausgangssperre habe ich zuletzt viele Filme gesehen. So bin ich nun zu einem großen Film-Fan geworden. Wie ich feststellen musste, habe ich hier einiges verpasst in den letzten Jahren.

Kurz zur Ausgangslage: Zu meinen Lieblingsfilmen gehören daher „Sieben“, „Training Day“ und „Drive“. Außerdem hatte ich schon immer eine Schwäche für „Sport-Filme“ wie „Draft Day“, „Moneyball“ oder „An jedem verdammten Sonntag“. Während der Corona-Pandmie hab ich neben zu vielen mittelmäßigen Netflix- oder Amazon-Prime-Produktionen aber auch einige Perlen entdeckt. So ist nun eine Blue-Ray des Oscar-gekrönten Film „Parasite“ in meinem Regal gelandet. Überhaupt haben Filme aus dem asiatischen Raum völlig zu Unrecht bei mir bisher gar keine Rolle gespielt. Mit „Train to Busan“ habe ich so den für mich wohl besten Zombie-Film gesehen. Der beweist, dass Untote nicht immer langsam sein müssen und auch beim grandiosen Look kommt Horror-Feeling auf.

Auch das europäische Ausland kann gute Filme. Das bewies mir zuletzt der französische Film „Les Misérables“ – nein, der hat nichts mit dem Musical zu tun. Eher „Training Day“ in Pariser Vororten. Wir begleiten einen Polizisten, der neu zur Truppe stößt und lernt, dass seine Kollegen ihre eigenen Regeln haben.

Angetan haben es mir auch die Filme des Produktionsstudios A24. „Hereditary“, „Midsommar“, „Moonlight“ oder „The Witch“ habe ich nach Beginn der Pandemie zum Beispiel zum ersten Mal gesehen. Potenzial zum Lieblingsfilm hat auch „Mid90s“ – ein Coming-of-Age-Film, der das Leben eines Jungen begleitet, der das Skaten für sich entdeckt. Pure Nostalgie der 1990er Jahre.

Das mögen jetzt alles keine Geheimtipps sein und Experten werden schmunzeln, dass ich viele dieser Filme erst jetzt gesehen habe. Für mich hat sich der Blick über den Mainstream-Tellerrand auf jeden Fall gelohnt. Immerhin in dieser Hinsicht hatte die Corona-Pandemie für mich etwas Positives. Fazit: Wie beim Groundhopping auch bei Filmen mal den Kleineren die Chance geben. Es muss nicht immer die Allianz-Arena oder eine Hollywood-Produktion sein. Manchmal ist der Sportplatz im Nachbarort oder die kleine Filmproduktion aus Frankreich viel spannender.

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