OTon: Von realen Superhelden

10.11.2022 - 13:37 Uhr

Im neuen OTon zollt unsere Kollegin Müttern und Vätern Respekt. Denn sie findet: Was Eltern leisten, verdient höchste Wertschätzung.

Eltern sind Superhelden, findet unsere Autorin, und widmet ihnen deshalb ihre Kolumne.

„Mein Vorbild ist meine Mama/mein Papa!“ Diesen Satz habt ihr schon oft gehört? Ich auch. Selber bereits häufig gedacht oder gesagt? Ja, auch das! Einfach so rausposaunt ist das aber nicht. Denn ist es nicht wirklich unbeschreiblich, was Eltern alles leisten?

Klar, Kinder zu bekommen, ist vielleicht eine der natürlichsten Sachen der Welt. Millionen Menschen tun das. Sie entscheiden sich dazu, Eltern zu werden – und ihr Leben damit komplett zu ändern. Für immer.

Denn die Elternschaft endet ja nicht mit dem 18. Geburtstag des Kindes. Nur das Verhältnis verändert sich. Was bleibt ist die Sorge und Fürsorge, die Liebe.

Krankheiten, Liebeskummer, Jobwechsel, Umzüge: Eltern werden wohl immer mitfiebern mit ihren Kindern – egal ob die in den Kindergarten gehen, gerade ihren Schulabschluss machen oder schon ihre eigene Familie gründen. Bei den ganz großen Ereignissen und Meilensteinen, genauso wie bei den kleinen Freuden und Sorgen im Leben.

Eltern müssen trösten, spielen, fördern, versorgen, lieben, erziehen. Ihre eigenen Bedürfnisse sehr oft hinten anstellen. Können sich vom Mama- oder Papa-sein nicht krankmelden.

Da sind die Neugeborenen, die ihren Müttern und Vätern den Schlaf rauben, ihren Eltern bergeweise stinkende Windeln hinterlassen. Die Babys, die sich nicht ablegen lassen. Die Dreijährigen, die abends nicht ins Bett wollen und völlig fertig schreien: „Ich bin aber nicht müde!“ Die Schulkinder, die lieber spielen, als ihre Hausaufgaben zu machen. Die zickigen Pubertierenden, bei denen die Eltern rein gar nichts kapieren. Die Jugendlichen, die plötzlich auf Partys gehen wollen. Die jungen Erwachsenen, bei denen es an die Ausbildung oder ins Studium geht, die entscheiden müssen, wie ihre Zukunft aussehen soll. Die Kinder, die selber wieder Kinder bekommen, und sich über jede Unterstützung von Oma und Opa freuen. Die, die sich ein eigenes Zuhause schaffen und Hilfe benötigen. Und die Kinder, die eigentlich schon ganz lange keine Kinder mehr sind, die sich schon viel mehr um ihre Eltern kümmern als umgekehrt, die sich in manchen Fragen aber weiterhin den Rat ihrer Eltern wünschen. Selbst dann noch, wenn die schon nicht mehr da sind, um ihn geben zu können.

Deshalb ist dieser OTon für alle Eltern, Mütter und Väter, die immer wieder über sich hinauswachsen. Denen bestimmt oft alles zu viel wird, aber denen ihr Kind niemals zu viel sein könnte.

Maria Oberleitner schreibt von überraschenden Bandansagen

Weiden in der Oberpfalz03.11.2022
Hintergrund:

OTon

Wir sind junge Mitarbeiter der Oberpfalz-Medien. In unserer Kolumne "OTon" schreiben wir einmal in der Woche über das, was uns im Alltag begegnet - was wir gut finden, aber auch, was uns ärgert. Dabei geht es weniger um fundierte Fakten, wie wir sie tagtäglich für unsere Leser aufbereiten, sondern um unsere ganz persönlichen Geschichten, Erlebnisse und Meinungen. Wir wollen zeigen, dass nicht nur in Hamburg, Berlin oder München Dinge passieren, die uns junge Menschen bewegen. Alle Teile dieser Kolumne sind zu finden unter onetz.de/oton.

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