19.08.2019 - 16:51 Uhr
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Mein Soundtrack: Ein Jahr "Purple Rain"

In "Mein Soundtrack" schreiben Musikbegeisterte über Lieder, die ihnen wichtig sind. Sandra Schmidt erinnert sich an 1984, als ausschließlich das Album "Purple Rain" in ihrem Kassettenrekorder lief, und an schwarze Rollkragenpullover.

Auf Dauerschleife: das Album "Purple Rain" von Prince.
von Sandra Schmidt Kontakt Profil

Eine Küchenbank und ein altes Radio - meine musikalische Früherziehung begann Ende der 1970er Jahre mit "ABBA". Ich habe die Lieder der Schweden geliebt und ich liebe sie noch heute. Zuweilen ertappe ich mich dabei, wie ich manche der Texte im Geiste immer noch so mitsinge, wie ich sie damals als Kind verstanden habe - nämlich gar nicht.

Das nächste Erweckungserlebnis folgte, als in der "ZDF-Hitparade" eines Tages nicht mehr nur das traditionelle Schlager-Trallala gesendet wurde, sondern die Neue Deutsche Welle Einzug hielt. Für die Eltern-Generation damals der Untergang des Abendlandes. Ich war fasziniert von "Völlig losgelöst (Major Tom)" von Peter Schilling, fand "Da da da" von "Trio" lustig und "Der Goldene Reiter" von Joachim Witt genial. So richtig verstanden habe ich manche Lieder erst später. Überrascht entdeckte ich "Space Oddity" von David Bowie und seine textliche Nähe zu "Völlig losgelöst". Bowie wurde zu einem meiner musikalischen Helden, sein Album "The Rise and the Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars" gehört zu meinen liebsten. Irgendwann Anfang der 1990er Jahre - nachdem ich mich exzessiv und ausschließlich durch Prince, "The Cure" und "Depeche Mode" gehört habe (und mit exzessiv meine ich, dass das ganze Jahre 1984 nur das Album "Purple Rain" in meinem Kassettenrekorder lief) - entdeckte ich Janis Joplin, Jim Morrisson und Jimi Hendrix (Dank an dieser Stelle meinem Kollegen Ralph, der mir einst eine Best-of-Kassette zusammenstellte. Ich habe sie heute noch).

Ich hatte viele schöne Stunden auf der Tanzfläche mit "Temple of Love" von "Sisters of Mercy" (mir war sehr warm in meinem schwarzen Rollkragenpullover), den "Talking Heads" und "Nirvana". Durch meine Freundin Silvia entdeckte ich "Nick Cave & the Bad Seeds". Meine Schwäche für defätistische Texte und große Chöre habe ich in all den Jahren nie ganz verloren - und "Purple Rain" höre ich immer noch wahnsinnig gerne.

Die Musikkassette von "Purple Rain" hat all die Jahre in einer großen Schachtel überdauert.

Hier geht es zum Video von "Purple Rain":

Und hier zu David Bowies "Space Oddity":

Und hier zu "Temple of Love" von den "Sisters of Mercy":

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