25.05.2021 - 14:42 Uhr
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Ausrichtung gen Osten: Was bei Nistkästen für Vogelküken zählt

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Sie muss Regen und Sturm trotzen und darf bei extremer Hitze kein heißer Brutkasten werden: Für gefiederte Gefährten ist es nicht leicht, die Traumimmobilie zu finden. So können Vogelfreunde helfen.

Gerade flügge geworden verlassen zwei junge Blaumeisen ihren Nistkasten Sie bevorzugen einen Schlupfloch-Durchmesser von 28 Millimetern.
von Agentur DPAProfil

Wer keine Fassadenbegrünung aus Efeu, Hopfen oder Schlingknöterich für Vogelnester zu bieten hat und auch nicht über eine ideale Hecke aus Schlehe oder Weißdorn verfügt, kann Singvögeln trotzdem beim Brüten unterstützen. Denn Vögel wissen durchaus auch Nistkästen zu schätzen. Darauf weist die Deutsche Wildtier-Stiftung hin.

Dabei sei den trällernden Mietern das äußere Häuschen-Design schnuppe. Wichtiger sei die Bausubstanz, Lage der Immobilie oder die Größe des Einfluglochs. Die Wildtierexperten haben dazu Tipps:

Mit einem Schlupfloch-Durchmesser von 32 Millimeter sind Feldsperlinge, Kohl- und Sumpfmeisen zufrieden, Blau- und Tannenmeisen mögen es mit 28 Millimeter etwas kleiner. Stare dagegen mögen es groß: Sie flattern erst in ein Loch von zirka 45 Millimeter.

Spatz, Garten- und Hausrotschwanz bevorzugen im neuen Eigenheim "Oberlicht": Ihre Vogel-Immobilie sollte hell "geschnitten" sein. Für sie ist ein Kasten mit hochovalem Einflugloch (zirka 30 mal 50 Millimeter) ideal.

Spatzen nisten zwar in Kolonien, aber ein Abstand von einem Meter zwischen den Vogelhäuschen sorgt für genügend "Privatsphäre".

Auch auf die Himmelsrichtung kommt es an. So ist ein Plätzchen mit Ausrichtung gen Osten optimal - denn Richtung Süden wird es schnell zu heiß, Norden und Westen bringen oft Sturm und Regen.

Hausrotschwanz, Bachstelze, Zaunkönige und Rotkehlchen bevorzugen als Halbhöhlenbrüter halboffene Wohnmodelle. Deshalb sollten Nistkästen für sie immer an geschützten Orten, zum Beispiel direkt unterm Dach einer Schuppenwand angebracht werden.

Als guter "Vermieter" sollte man bei den Nisthilfen auch auf das Material achten, also naturbelassene Materialien ohne Chemie. So isolieren Nistkästen aus Holz, Holzbeton oder Terrakotta gut vor Hitze und Kälte.

Kunststoffkästen sind keine gute Wahl. Ihnen fehlt bei Extremwetterereignissen Atmungsaktivität und Isolierung. Dadurch kühlen sie entweder zu stark ab oder heizen sich schnell auf - und an den glatten Wänden ist es für Jungvögel schwierig, sich mit den Krallen festzuhalten und hinaus zu klettern.

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