22.10.2020 - 09:53 Uhr
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Richtig aufräumen Teil 10: Ein Blick in die Beziehungskiste

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Beziehungen zum Partnern, den Kindern, Familie und Freunden machen das Leben reich. Doch auch bei ihnen muss gelegentlich Klarschiff gemacht werden. Die Seele sei dafür dankbar, sagt Kathrin Karban-Völkl.

Kathrin Karban-Völkl ist Religions- und Gestaltpädagogin und als freiberufliche Referentin in der Bildungsarbeit tätig. Bekannt ist sie in der Region auch als Autorin des Buches „Entrümple und lebe“. Mehr Informationen auf www.diewortmacherei.de.
von Redaktion ONETZProfil

Von Kathrin Karban-Völkl

Jetzt, wo wir so mittendrin im Seelenputz sind, können wir gerne noch etwas genauer hinsehen. Denn wer hat Sie nicht, die unschönen Erfahrungen, die wehtuenden Erlebnisse und die Erinnerungen voller Schuldgefühl. Was ich Ihnen rate? Lassen Sie los und sorgen Sie für Klärung. Denn jede Erinnerung hat mit Menschen zu tun. Und genau da liegt der Haken, weil es uns eben nicht immer gelingt, Worte zu sagen, die nötig wären. Den zweiten Schritt zu machen, wo der erste nicht reicht. Oder über einen Schatten zu springen, der größer ist als gedacht. Dabei sind es doch die Beziehungsgeschichten, die unser Leben reich machen – ob zum Ehepartner, zu den Kindern, den Arbeitskollegen, der Nachbarin oder der Freundin aus der Grundschulzeit. Doch die Hürde, um Beziehungen zu klären ist groß. Folgendes Gedankenspiel mag helfen, so definitiv es auch ist: Stellen Sie sich einfach vor, in wenigen Tagen würde die Welt untergehen. Was ist noch zu tun? Was ist noch zu klären? Wo muss noch ein Missverständnis aus dem Weg geschafft werden? Je ehrlicher Sie antworten und je mehr Sie auf Ihren Bauch hören, desto besser wird es Ihnen gelingen, Klarschiff in Ihre Beziehungen zu bringen. Ihre Seele wird es Ihnen danken.

Die Beziehungsseele entrümpeln

  • 1. An Beziehungen arbeiten: Aussprechen und ansprechen, was tage-, nächte- und jahrelang in Ihnen arbeitet. Von der offenen Zahnpastatube über die unkollegiale Urlaubsplanung bis zum Zank aus der Schulzeit ...
  • 2. Abschiede verabschieden: sich der Trauer stellen und ihr Ausdruck verleihen. Vom Verlust des Arbeitsplatzes über den Abschied von einer gewohnten Umgebung bis hin zum Tod eines lieben Menschen.
  • 3. Handeln und aktiv sein: Nur Sie selbst wissen, was Ihnen gut tut, um frische Luft für die verstaubte Seele zu finden. Ob singen, tanzen, spazieren gehen, malen, um die Welt reisen oder den Garten umstechen – tun Sie es. Ihre Seele wird es Ihnen danken.
  • 4. Die Natur als Vorbild nehmen: Jedes Jahr wieder, dann, wenn die Luft erfüllt ist von bunten schwebenden Blättern, gibt es Grund zum Staunen. Denn einmal aufs Neue zeigt uns die Natur, wie wichtig das Loslassen ist. Nur wer Altes loslässt, schafft Platz für Neues ...

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