16.08.2018 - 15:02 Uhr
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Blutige Rachefeldzüge und flauschige Bären

Hollywood-Star Denzel Washington schlüpft erneut in die Rolle des Agenten McCall. Dieses Mal hat sein blutiger Rachefeldzug persönliche Gründe. Flauschig wird es mit der Neuverfilmung von des wohl bekanntesten Bären Winnie Pooh.

Denzel Washington (links) als Robert McCall und Ashton Sanders als Miles in "The Equalizer 2".
von Julia Hammer Kontakt Profil

"The Equalizer 2": Denzel Washington kann es nicht lassen: Noch einmal schlägt der Hollywood-Star unter der Regie von Antoine Fuqua als pensionierter Agent Robert McCall zu. In der Fortsetzung des Thrillers "The Equalizer" von 2014 sind seine Rachefeldzüge und seine Gegner noch brutaler. Der zweifache Oscar-Preisträger wird in "The Equalizer 2" - mit 63 Jahren - zum schlagkräftigen Meister der Selbstjustiz, als er Rache für eine getötete Freundin nimmt. MelissaLeo und Bill Pullman sind in Nebenrollen zu sehen.

(Regie: Antoine Fuqua - Mit Denzel Washington, Ashton Sanders, Pedro Pascal, Melissa Leo - 121 Minuten - frei ab 16 Jahren) (dpa)

Trailer "The Equalizer 2"

"Christopher Robin": Winnie Puuh ist zurück, doch der Junge, der sich ihn einst ausgedacht hat, kann sich nicht mehr an ihn erinnern. Über die Jahre wurde Christopher Robin (Ewan McGregor) ein langweiliger Büro-Arbeiter, der die Familie vernachlässigt und kaum noch an Puuh, den Esel I-Aah oder den aufgeregten Tiger Tigger denkt. Er gestattet sich kaum Zeit mit seiner Tochter und bringt ihr stattdessen Härte in der Erwachsenenwelt bei. "Von nichts kommt nichts", lautet sein Wahlspruch - bis eines Tages Puuh vor ihm steht. Die Kinderbuchverfilmung von Marc Forster ("Ein Quantum Trost", "Finding Neverland", "World War Z"), bietet viel Nostalgie und hübsch-runtergedimmte Bilder.

(Regie: Marc Forster - Mit Ewan McGregor, Hayley Atwell und Bronte Carmichael - 104 Minuten - ohne Altersbeschränkung) (dpa)

Trailer "Christopher Robin"

"Don't Worry, weglaufen geht nicht": Schon bei der Berlinale begeisterte Joaquin Phoenix mit seiner Hauptrolle in dem bittersüßen Künstlerporträt "Don't Worry, weglaufen geht nicht". Unter der Regie von Gus Van Sant ("Milk") spielt er den nach einem Autounfall querschnittsgelähmten amerikanischen Cartoonisten John Callahan (1951 bis 2010). Vorlage ist dessen autobiografisches Buch, in dem der Künstler unverblümt und mit bissigem Humor den Kampf gegen seine Alkoholsucht schildert. Jonah Hill sticht als überspannter Leiter einer Therapiegruppe der Anonymen Alkoholiker heraus. Rooney Mara und der deutsche Schauspieler Udo Kier sind in Nebenrollen zu sehen.

(Regie: Gus Van Sant - Mit Joaquin Phoenix, Jonah Hill und Rooney Mara - 115 Minuten - frei ab 12 Jahren) (dpa)

Trailer "Don't Worry, weglaufen geht nicht"

"Darkest Mind - Die Überlebenden": In einer nicht allzu fernen Zukunft wurden in den USA nahezu alle Kinder im Zuge dramatischer Zwischenfälle getötet. Die letzten verbliebenen von ihnen haben Superkräfte. Die Regierung nimmt das als Bedrohung wahr und sie nicht bloß allesamt gefangen. Auch die sechzehnjährige Ruby (Amandla Stenberg) ist in einem dieser riesigen Gefängnisse eingesperrt. Gemeinsam mit vielen anderen muss sie unter ständiger Gewaltandrohung in einem Arbeitslager schuften, bis ihr eines Tages endlich die Flucht gelingt. Sie macht sich auf den langen und beschwerlichen Weg nach Hause. Dabei trifft sie auf andere Jugendliche, denen sie sich anschließt. Gemeinsam wollen sie versuchen, endlich dahinter zu kommen, was sie und die anderen so gefährlich macht.

(Regie: Jennifer Yuh Nelson - Mit Amandla Stenberg, Bradley Whitford, Mandy Moore und Harris Dickinson - 105 Minuten - frei ab 12 Jahren) (dpa)

Trailer "Darkest Mind - Die Überlebenden"

"Ein Dorf zieht blank": Seit dem Kinohit "Ziemlich beste Freunde" ist der Franzose François Cluzet auch in Deutschland ein Star. In seinem neuen Film "Ein Dorf zieht blank" spielt der 62-Jährige einen Provinz-Bürgermeister mit einer abenteuerlichen Idee. Schauplatz der Komödie von Philippe Le Guay ("Molière auf dem Fahrrad", "Nur für Personal!") ist ein kleines Örtchen irgendwo in der Normandie. Die Bauern dort schuften hart. Für Milch und Fleisch bekommen sie aber immer weniger Geld. Viele Landwirte sehen sich in ihrer Existenz bedroht. Bürgermeister Georges - gespielt von Cluzet - will mit einem Coup alle Aufmerksamkeit auf sein notleidendes Dorf lenken: Die Bauern sollen sich für das Fotoprojekt eines prominenten Künstlers ausziehen.

(Regie: Philippe Le Guay - Mit François Cluzet und Toby Jones - 105 Minuten - FSK o.A.) (dpa)

(Ein Dorf zieht blank, Frankreich 2017, 105 Min., FSK

Trailer "Ein Dorf zieht blank"

"In the Middle of the River": In den USA wird das soziale Klima härter. Das bekommen vor allem die Menschen am Rande der Gesellschaft zu spüren. Etwa die Indianer. Der moderne Western "In the Middle of the River" führt in den Bundesstaat New Mexico. Die Bewohner leben dort in einem Sumpf aus Armut, Gewalt, Drogen und Prostitution. Für die Kinder gibt es kaum Hoffnung auf eine gute Zukunft, geraten sie doch schon früh in den Sog der allgegenwärtigen Kriminalität. Gabriel kehrt in seine Heimat zurück. Seine Schwester kam unter seltsamen Umständen ums Leben. Ihr Bruder glaubt an Mord. Er macht dafür seinen Großvater verantwortlich und will ihn umbringen. Doch ist das wirklich der richtige Weg? Damian John Harper drehte mit Laienschauspielern, die viele eigene Erfahrungen einbringen konnte.

(Regie: Damian John Harper - Mit Eric Hunter, Max Thayer und Nikki Lowe - 113 Minuten - frei ab 16 Jahren) (dpa)

Trailer "In the Middle of the River"

"So was von da": Mit "So was von da" gelang Tino Hanekamp, in Hamburg lebender Musikjournalist und Clubgründer, 2011 ein gefeiertes Romandebüt. Sieben Jahre nach dem Buch geht die Kiez-Party im Kino weiter. Regisseur Jakob Lass ("Love Steaks", "Tiger Girl") setzt auf eine improvisierte Adaption des Romans und verzichtet auch diesmal auf ein konventionelles Drehbuch. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Oskar Wrobel, gespielt von Newcomer Niklas Bruhn. Er ist Betreiber eines Musikclubs am Ende der Hamburger Reeperbahn, die Party am Silvesterabend ist nicht nur die letzte des Jahres, sondern hier die letzte überhaupt. Der Club soll abgerissen werden.

(Regie: Jakob Lass - Mit Niklas Bruhn, Martina Schöne-Radunski, David Schütter, Mathias Bloech und Tinka Fürst - 89 Minuten - frei ab 16 Jahren) (dpa)

Trailer "So was von da"

"Teen Titans Go! To the Movies": Jeder echte Superheld braucht - das weiß doch längst ein jedes Kind - auch einen Kinoauftritt. Höchste Zeit also, dass auch das Team um Robin, Beast Boy, Cyborg, Raven und Starfire mit einem eigenen Leinwandauftritt auf sich aufmerksam machen darf. Das animierte Kino-Abenteuer basiert auf der US-Zeichentrickserie "Teen Titans Go!", die seit einigen Jahren in den USA, seit 2014 auch in Deutschland zu sehen ist. In der Serie kümmern sich die Superhelden nicht nur um ihre Heimatstadt Jump City. Beast Boy und Co. dürfen sich auch mit normalen Adoleszenz-Problemen herumschlagen. Doch nun soll es endlich Richtung Hollywood gehen, wo sich die Kämpfer mit einem Film verewigen möchten.

(Regie: Aaron Horvath und Peter Rida Michail - 84 Minuten - ohne Altersbeschränkung) (dpa)

Trailer "Teen Titans Go! To the Movies"

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