Er ist der Popstar der Raumfahrt, der leuchtende Stern am Firmament der Astronauten: Alexander Gerst ist ein Geschenk für die Forschung im Weltall. Der 42-Jährige sendet dabei ganz irdische Botschaften, wie seine "Nachricht an meine Enkelkinder". Die Erde sei ein "zerbrechliches Raumschiff" und er hoffe, dass "wir noch die Kurve kriegen".
Gerst, der "Astro-Alex", richtet aus tausenden Kilometern Entfernung den Blick auf den ökologischen Irrsinn. Wenige Tage nach dem dürren Kompromiss auf der Weltklimakonferenz in Kattowitz trifft er damit mitten ins Herz.
Gerst erklärt komplexe Zusammenhänge mit einer für einen Wissenschaftler ungewöhnlichen Lockerheit. Er lässt Maus und Elefant aus der "Sendung mit der Maus" in kleinen Raumanzügen durch die Schwerelosigkeit fliegen, Kinder dürfen sich vor dem Start Experimente wünschen, die Gerst neben den rund 80 Materialtests, medizinischen Versuchen und Tierbeobachtungen durchführt.
Ob die Mahnungen dieses Astronauten mit Bodenhaftung ankommen? Gerst hat jedenfalls für die Forschung im Weltall geworben wie kein Zweiter vor ihm. Viele im Freistaat sehen die Raumfahrtstrategie "Bavaria One" von Markus Söder jetzt mit Astro-Augen. Vielleicht sind die geplanten mehr als 700 Millionen Euro doch keine reine Luftnummer.
Der Ministerpräsident im Raumanzug wurde als peinlicher Wahlkampfgag belächelt. Dank "Astro-Alex" wird wieder ernsthaft über den Sinn der Forschung im All diskutiert. Das ist wirklich mehr als ein kleiner Schritt für die Menschheit.













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.