15.11.2019 - 12:16 Uhr
BärnauDeutschland & Welt

Ein Buch, das verbindet

44. Ausgabe eines Klassikers: Der "Oberpfälzer Heimatspiegel 2020 " ist jetzt im Handel. Mit 54 Beiträgen auf 216 Seiten bietet er jede Menge Lesestoff, der informiert und unterhält.

Verleger Eckhard Bodner (l.) und Bezirksheimatpfleger Dr. Tobias Appl stellten den „Oberpfälzer Heimatspiegel 2020“ in Bärnau vor.
von Holger Stiegler (STG)Profil

Eine bunte Mischung aus bester Information und netter Unterhaltung einerseits - ein Aushängeschild mit viel Heimatliebe, aber ohne Verklärtheit andererseits: So beschreibt Bezirksheimatpfleger Tobias Appl den "Oberpfälzer Heimatspiegel 2020", der am Donnerstagabend im Museumslokal "Brot & Zeit" im Geschichtspark Bärnau erschienen ist. Die Gesamtkoordination des Projektes hatte erneut der Pressather Verleger Eckhard Bodner - zum 29. Mal.

Wie bunt der "Heimatspiegel" - das gut 216 Seiten starke Buch - geworden ist, beweisen schon allein die gut 50 Autoren, Fotografen und Künstler, die zum Gelingen dieser mittlerweile 44. Ausgabe beigetragen haben. Als Sprachrohr für bekannte und unbekannte Autoren versteht sich der "Heimatspiegel", wie Bodner bei der Vorstellung betont. Manche seien bereits seit 40 Jahren dabei, jedes Jahr könne er aber auch neue hinzugewinnen.

"Der Heimatspiegel ist ein verbindendes Element zwischen den Regionen in der Oberpfalz und hinüber nach Böhmen", betont Bodner. Er erinnert an die Anfänge der Publikation, die vom mittlerweile verstorbenen, aus Bärnau stammenden Franz Busl vor über 40 Jahren als "Heimatkalender für die nördliche Oberpfalz" begründet wurde. Bezirksheimatpfleger Appl führt aus, dass der Heimatspiegel oft schon als Selbstverständlichkeit gesehen werde, obwohl er das eben gar nicht sei. "Da steckt ganz viel Engagement von allen Mitwirkenden drin", so Appl. Mit dem Heimatspiegel werde eine bereits Jahrzehnte währende Grundlagenarbeit geleistet. Der Bezirk sei Bodner dafür dankbar, dass er das Projekt Jahr für Jahr in Angriff nehme.

Inhaltlich ist der Heimatspiegel wieder sehr abwechslungsreich geraten: Josef Eimer schreibt beispielsweise unter der Überschrift "Heilung in Nabburg" über die Heiligsprechung von Vinzenz Palloti und den Zusammenhang mit Margaretha Sandner aus Nabburg. Bärnl Kleindorfer-Marx widmet sich dem Spitzenklöppeln im Oberpfälzer Wald, Bernd Thieser begibt sich auf die Spuren eines "Kindsmord in Ebnath 1593". Und Bernhard Weigl blickt auf die Geschehnisse, als der Oberpfälzer Hans Heher Markgraf in der Walachei wurde. Reinhard Tietze porträtiert Dr. Georg Walberer, den "Mann, der Waldmünchen zur Trenckstadt machte". Und Stefan Wolters stellt vor, was es mit dem Geschichtspark Bärnau-Tachov auf sich hat.

Alle Beiträge sind gewohnt kurz und verständlich gehalten, zum Teil in eine Wissenschaftlichkeit verpackt, für die aber kein Geschichtsstudium nötig ist. Ein fester Bestandteil im "Heimatspiegel" sind auch in diesem Jahr wieder vielfältige Gedichte und Kurzgeschichten, beispielsweise von Willy Mitterhuber, Friedrich Brandl, Harald Grill und Josef Fendl. Das Cover des Buches ziert übrigens ein Bärnauer Motiv: Es zeigt die Turmhügelburg (Motte) des Geschichtsparks. Der "Oberpfälzer Heimatspiegel 2020" ist in einer Auflage von 3500 Exemplaren im Verlag der Pressather Buchhandlung Bodner erschienen und kostet 8,95 Euro.

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