30.07.2020 - 08:36 Uhr
BayernDeutschland & Welt

Jungpolitiker kritisieren mögliche Alkoholverbote

Da hat die bayerische Staatsregierung ein Fass aufgemacht: Sind Alkoholverbote auf öffentlichen Plätzen nötig, um das Infektionsrisiko zu minimieren? Bayerische Jungpolitiker sagen Nein. Ihnen schweben andere Lösungen vor.

Alkoholverbote auf öffentlichen Plätzen in Bayern? Jungpolitiker sagen Nein.
von Agentur DPAProfil

München. Die Nachwuchsorganisationen mehrerer Parteien in Bayern haben die Pläne für mehr Alkoholverbote auf öffentlichen Plätzen im Kampf gegen Corona kritisiert. Solche Einschränkungen verlagerten das Problem nur, warnten sie am Mittwoch in einer gemeinsamen Erklärung. Die Staatsregierung hat kreisfreien Städten und Landkreisen empfohlen, solche Einschränkungen zu prüfen.

"Natürlich ist Vorsicht das Gebot der Stunde", sagte die Sprecherin der Grünen Jugend, Saskia Weishaupt. "Aber ein pauschales Alkoholverbot im öffentlichen Raum greift viel zu kurz!" Das Problem werde auf Privat-Partys verlagert. Juso-Landesvorsitzende Anne Tanzer forderte: "Die Staatsregierung sollte sich vielmehr dafür einsetzen, sichere Plätze für junge Menschen zu schaffen, wo sie sich treffen und Zeit miteinander verbringen können."

Der Landeschef der Jungen Liberalen, Maximilian Funke-Kaiser, nannte das Vorgehen unverhältnismäßig. "Es ist bedauerlich, dass die Staatsregierung seit Monaten mit dem Vorschlaghammer agiert und ein pauschales Verbot nach dem anderen auspackt." Nach Ansicht der Staatsregierung hat die Erfahrung gezeigt, dass besonders gemeinsamer Alkoholkonsum in größeren Menschenmengen zur Missachtung von Infektionsschutzregeln führt.

Der Vorstoß der bayerischen Staatsregierung

München
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