Deutschland und die Welt
30.03.2026 - 06:02 Uhr

Blutiges Ende nach beispielloser Jagd auf Polizistenmörder

Sieben Monate lang war ein mutmaßlicher Polizistenmörder in Down Under auf der Flucht. Nun wurde der australische „Reichsbürger“ aufgespürt - und getötet. Die Großfahndung hielt das Land in Atem.

Monatelang hatte er eine ganze Region in Angst versetzt, nun ist die spektakuläre Flucht eines mutmaßlichen Polizistenmörders in Australien blutig geendet. Der seit Ende August gesuchte Schütze Dezi Freeman ist bei einem Polizeieinsatz im Bundesstaat Victoria getötet worden. Nach Polizeiangaben kam es zu einer rund dreistündigen Konfrontation, bevor der 56-Jährige schließlich von Beamten erschossen wurde.

Spezialeinheiten hatten Freeman am Morgen (Ortszeit) auf einem abgelegenen Grundstück in einer Container-ähnlichen Struktur nahe der Ortschaft Thologolong im Bundesstaat Victoria aufgespürt. Er galt als einer der meistgesuchten Verbrecher des Landes. 

https://x.com/australian/status/2038443611059331210

Was war passiert?

Vor sieben Monaten hatte er auf seinem Grundstück nahe der Ortschaft Porepunkah, rund 300 Kilometer nordöstlich von Melbourne, das Feuer auf Polizeibeamte eröffnet. Zwei Polizisten wurden getötet, ein weiterer schwer verletzt. Freeman entkam bewaffnet in dicht bewaldetes Gelände – der Beginn einer beispiellosen Großfahndung. Freemans Ehefrau Amalia, die drei Kinder mit ihm hat, forderte ihn öffentlich auf, sich zu stellen.

Über Monate hinweg durchkämmten Hunderte Einsatzkräfte das schwer zugängliche Gebiet, unterstützt von Hubschraubern, Drohnen und Hundestaffeln. Die Behörden warnten wiederholt, der Gesuchte sei „gemeingefährlich“. 

Australischer „Reichsbürger“

Freeman wurde der sogenannten „Sovereign Citizens“-Szene zugerechnet – einer ideologischen Strömung, die mit den deutschen „Reichsbürgern“ vergleichbar ist. In Medienberichten und Gerichtsdokumenten wurde er als vorbestrafter Waffennarr beschrieben, der gegen jede staatliche Autorität aufbegehrte. 

Die Ermittlungen dauern unterdessen an. Die Polizei prüft insbesondere, ob Freeman während seiner Flucht Unterstützung aus dem Umfeld erhalten hat.

© dpa-infocom, dpa:260330-930-883754/1

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