18.01.2021 - 16:26 Uhr
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Prozess um Bombenbastler von Burglengenfeld vor schnellem Ende

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Nach den Geständnissen der beiden Angeklagten zum Prozessauftakt haben einige Zeugen nun nicht mehr vor dem Landgericht Amberg aussagen müssen. Die Urteile sollen schon am Dienstag, 19. Januar, fallen.

Zwei Paragrafen-Zeichen.
von Autor HWOProfil

Corona zwingt zu äußerst effizientem Handeln. Auch am zweiten Prozesstag gegen den Bombenbastler von Burglengenfeld und dessen Komplizen hat die Große Jugendstrafkammer beim Landgericht Amberg auf eine Reihe von Zeugen verzichtet. Möglich wurde dies durch umfassende Geständnisse der beiden Angeklagten.

Bei den durch die Generalstaatsanwaltschaft in München geführten Ermittlungen waren mehrere Sachverständige mit Gutachten beauftragt worden. Sie müssen nun mit Zustimmung aller Prozessbeteiligten nicht nach Amberg anreisen. Stattdessen werden die schriftlich erstellten Expertisen verlesen.

Anschlag auf Polizeiwache geplant

Der 30-Jährige Hauptangeklagte hatte im Februar 2019 einen mit Quecksilber angereicherten Sprengsatz in seinem Keller gebaut und einen damals 19 Jahre alten Freund angewiesen, die Bombe vor der Burglengenfelder Polizeiwache zu zünden.

Das brisante Metallrohr wurde später in einem Burglengenfelder Neubaugebiet gefunden. Dorthin hatte es der gegen Honorar angeheuerte Mitangeklagte getragen.

Reihe von Vorstrafen

Beide Männer, so stellte sich in der zweiten Verhandlungsrunde heraus, haben jeweils eine Reihe von Eintragungen in ihren Strafregistern. Die zunächst auf mehrere Verhandlungstage vor dem Landgericht Amberg angesetzte Beweisaufnahme kann nach dem Stand der Dinge bereits am Dienstag, 19. Januar, abgeschlossen werden.

Für den gleichen Tag stellte der die Jugendkammer führende Amberger Landgerichtspräsident Harald Riedl die Plädoyers und die Urteile in Aussicht.

Geständnis zum Prozessauftakt

Burglengenfeld
Hintergrund:

Bombenbastler-Prozess

  • seit 14. Januar 2021 vor dem Landgericht Amberg
  • angeklagt sind ein 30-Jähriger und ein 21-Jähriger
  • die Prozessunterlagen füllen Dutzende Ordner mit 2200 Aktenseiten
  • beteiligt waren fünf Sachverständige
  • vorgesehen waren vorläufig fünf Verhandlungstage

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