"Kasperl Larifari und das Corona-Viruserl"

Die Corona-Krise hat auch den Kulturbetrieb kalt erwischt. In einer Serie fragt die Kulturredaktion bei Künstlern aus der Region nach, wie sie mit der schwierigen Situation fertig werden. Diesmal: Bernhard Setzwein, Schriftsteller aus Cham

Im April erscheint mit "Das gelbe Tagwerk" ein neues Buch von Bernhard Setzwein.
von Anke SchäferProfil

Eigentlich wollte Schriftsteller Bernhard Setzwein mit seinem neuen am 15. April in der edition lichtung erscheinenden Buch „Das gelbe Tagwerk“ auf große Lese-Tour gehen. Daraus wird jetzt wohl erst einmal nichts werden. Aber auch das Fest zum runden Geburtstag am 29. April ist in Gefahr.

ONETZ: Herr Setzwein, Ihr neues Buch „Das gelbe Tagwerk“ soll am 15. April erscheinen. Wie sehr wirbelt die aktuelle Corona-Krise die Planungen zur Buchvorstellung durcheinander?

Bernhard Setzwein: Es handelt sich um eine Art Tagebuch, Notate, kleine Beobachtungen, weitschweifende Gedanken, der Untertitel sagt es: „Alltagsflusen und Sternenstaub“. 10 Jahre lang habe ich daran geschrieben. Was glauben Sie, wie gerne ich damit jetzt unter die Leser und Zuhörer gegangen wäre. Und ich hatte schon so viele liebe Menschen, die mit mir tolle Buchvorstellungen geplant hatten. Zum Teil sind sie schon abgesagt, zum Teil werden sie es wohl noch. Ich befürchte: nichts davon bleibt.

ONETZ: Fürchten Sie wirtschaftliche Einbußen?

Bernhard Setzwein: Natürlich! Lesungen sind für unsereinen nicht Zubrot, sondern Hauptmahlzeit.

ONETZ: Sie feiern Ende April Ihren 60. Geburtstag – müssen Sie auch diesbezüglich umdisponieren?

Bernhard Setzwein: Ich fürchte ja. Noch ist’s nicht entschieden. Aber auch die Kombination aus Geburtstagsfeier und Buchvorstellung im Kunstverein Weiden steht natürlich zur Disposition.

ONETZ: Und womit füllen Sie nun die Tage erzwungener Häuslichkeit?

Bernhard Setzwein: Ich weiß noch nicht. Ich sitz mental im Loch. Gestern hatte ich – aus Verzweiflung muss man sagen – die Idee, ein Kasperlstück zu schreiben. Kasperl Larifari rettet die Großmutter mit Hilfe des Krokodils vor dem Corona-Viruserl. Und das übertragen wir dann per Live-Streaming in die Kinderzimmer.

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