13.09.2021 - 17:34 Uhr
MünchenDeutschland & Welt

Darf die Außengastro in Amberg, Weiden und Co. bald länger öffnen?

Bayerns Orts- und Stadtzentren sollen sich nach den Corona-Lockdowns wieder mit Leben füllen. Am runden Tisch in der Staatskanzlei wurde rege darüber debattiert. Eine Idee: Längere Öffnungszeiten für die Außengastronomie.

Darf die Außengastronomie in Amberg in der Nacht bald länger offen haben? Die Regierung diskutiert das gerade für die bayerischen Städte.
von Jürgen UmlauftProfil

Bayerns Städte plädieren für eine landesweit einheitliche gesetzliche Regelung für die Öffnungszeiten der Außengastronomie in ihren Innenstädten. Hintergrund sind Anwohnerklagen gegen städtische Verordnungen, die häufig zu einer frühzeitigen Schließung von Außenlokalen führen. "Wir wünschen uns Rechtssicherheit für die Öffnungszeiten von Freischankflächen, damit diese nicht mehr von Einzelnen eingeschränkt werden können", sagte Städtetagspräsident Markus Pannermayr (CSU) nach einem "Runden Tisch Innenstadt" in der Staatskanzlei. Er könne sich eine Regelung vorstellen, die eine Öffnung bis Mitternacht ermögliche. Es sei nicht nachvollziehbar, warum Außengastronomie an lauen Sommerabenden aus Lärmschutzgründen schon um 22 Uhr schließen müsse, während man kaum eine Handhabe gegen "getunte Sportwagen" habe, die um 2 Uhr nachts "ganze Straßenzüge aufwecken".

Pannermayr sieht in den längeren Öffnungszeiten einen wichtigen Beitrag zur Wiederbelebung der Innenstädte. Dazu gehörten auch attraktive Einkaufsmöglichkeiten und mehr Kulturevents. "Die Menschen wollen in die Zentren, das haben wir nach den Lockdowns erlebt", berichtete der Straubinger Oberbürgermeister. "Couch und Laptop allein machen einen Menschen nicht glücklich." Pannermayr begrüßte das von der Staatsregierung aufgelegte 100-Millionen-Programm zur Stärkung der Innenstädte, forderte aber eine möglichst große Flexibilität auch bei Maßnahmen der Städtebauförderung. Es müsse möglich sein, ohne lange Genehmigungsverfahren auf neue Konzepte und Nutzungsformen innerstädtischer Räume zu reagieren.

Konkret sah Pannermayr neben den Lärmschutzvorschriften für die Gastronomie auch den Denkmalschutz, das Verkehrsrecht und das kommunale Baurecht als Ansatzpunkte. "Wir müssen auf das schauen, was Lebensqualität in die Städte bringt und wie wir die Erlebnis- und Aufenthaltsqualität steigern können", sagte er. Dazu gehörten auch Grün- und Wasserflächen sowie Maßnahmen, die das Wohnen wieder stärker in die Innenstädte zurückbringen. Der Einzelhandel müsse zudem dabei unterstützt werden, besser in der Konkurrenz zum Online-Versand bestehen zu können. Bauministerin Kerstin Schreyer (CSU) erklärte, am "Runden Tisch Innenstadt" sei man sich einig gewesen, den "Event-Charakter" von Orts- und Stadtzentren zu stärken. Dazu zählten die Vereinfachung von Genehmigungsverfahren, die Förderung von Kunst und Kultur im öffentlichen Raum und Programme, um innerstädtische Leerstände zu vermeiden.

Das ist los in der Amberger Gastro-Szene

Amberg
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.