Beinahe hätte die Rübsenblattwespe alles vermasselt. "Die Larve des sehr seltenen Schädlings hätte fast noch den grünen Raps-Aufwuchs im Feld vernichtet", sagt Landwirt Johannes aus dem Gemeindegebiet Ensdorf (Kreis Amberg-Sulzbach). So wären die Konturen seines Werks nur schlecht zu sehen gewesen. Dann kam aber der Regen, und der Raps konnte noch genügend Blütemasse bilden. So war das Herz schön zu sehen. Und damit auch sein Heiratsantrag auf vier Hektar.
Etwa fünf Stunden dauerte es, bis Johannes das Herz, die Ringe und die Buchstaben im Feld bei Thanheim herausgearbeitet hatte. "Die Planung war ziemlich aufwendig", sagt er. Das Herz wurde über das GPS gestützte Lenksystem am Schlepper gemacht. Dazu mussten im Vorfeld die Spuren mit einem eigenen Programm am Computer geplant werden. "Hier haben mir die Leute von Case/Steyr geholfen, weil diese Programme nicht für Herzen und Buchstaben gemacht sind, sondern für gerade Feldspuren." Über einen USB-Stick wurde das Bild dann auf den Schlepper geladen. "Nach einem Test ohne Grubber vor zwei Wochen ging's dann problemlos."
Seiner Freundin Daniela zeigte er sein Werk am zweiten Jahrestag der gemeinsamen Beziehung. Die Reaktion? "Die war ziemlich sprachlos, weil sie nicht damit rechnete", sagt Johannes. "Sie hat dann aber schon Ja gesagt."















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