09.02.2021 - 18:21 Uhr
Deutschland & Welt

Kommentar zur Lage der Bundeswehr: Trotz Rekordzahlen weiter Defizite

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Deutschland hat einen Rekordbetrag zur Nato nach Brüssel übermittelt. Doch dieser reicht nicht. Die Defizite bei der Bundeswehr sind groß. Ein Kommentar von Alexander Pausch.

Die Bundeswehr ist in Litauen beliebt. Vor zwei Jahren nahmen deutsche Soldaten mit ihre Leopard-2-Panzern an der Militärparade zum 100. Jahrestag des litauischen Militärs am Tag der Streitkräfte teil.
von Alexander Pausch Kontakt Profil

Auf dem Flur zum deutschen Bereich im alten Nato-Hauptquartier in Brüssel hing ein Bild vom ersten Einsatz Oberpfälzer Soldaten in Litauen im Jahr 2017. Ein Einsatz, mit dem die deutsche Seite versucht hat innerhalb der Allianz, vor allem gegenüber der US-Regierung von US-Präsident Donald Trump, ihr großes Engagement für das Bündnis zu untermauern.

Trump ist weg, geblieben sind die deutschen Defizite. Und jeder kann sie sehen. Gerade auch beim Einsatz in Litauen. Es fehlt unter anderem an modernem Gerät, es fehlt an Vernetzung und es fehlt an Luftverteidigung gegen Drohnen um die Heeresverbände zu schützen. Wie notwendig diese wäre, lies sich schon aus Erfahrungen der Ukrainer im Osten ihres Landes lernen und jetzt erneut aus dem Krieg zwischen Aserbeidschan und Armenien.

Trotz der Rekordzahlen ist die Bundeswehr unterfinanziert. Sie hat bis heute keine vollausgerüstete Division, die sie zur Bündnisverteidigung abstellen kann. Deutschland erfüllt seine Versprechen an die Nato nicht.

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Pfreimd
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